Abhandlung ic. 83
welche späterhin/ als etwas Unnatürliches und Über-flüssiges/ von mehr erleuchteten Künstlern wegge-lassen worden. Ausser so vielen andern schon bekan-ten Denkmalen/ welche ich bei der Beschreibung desersten in diesem Werke anführen werde, sind die he-trurischen Figuren größtentheilS geflügelt/ und be-sonders diejenigen in den aufgefundenen Gräbernbei Corneto/ in dem alten Gebiete von Tarquinii/welche Genien vorstellen. Unter diesen geflügeltenGenien ist einer/ welcher auf einen gekrümtenSchäferstab gelehnt/ während sich zwei Schlangenwider ihn erhebe»/ im Gespräche mit einer weibli-chen Figur steht. Ich will nicht sagen/ indem esnicht zu meinem Vorhaben gehört/ daß dieser Ge-nius etwa Tages bei den Hetruriern sein könne/welcher ebenfalls ein Genius/ oder wie Festussagt/t) der Sohn eines Genius war/ und/ ob-wohl auS einem gepflügeten Aker geboren/ für einMeister in der Wabrsagcrkunst galt; ?) den der Stabdürfte sehr gut seine fabelhafte Geburt symbolischanzeigen; auch sage ich nicht/ daß die weibliche Fi-gur vielleicht Byg ois die Nymphe/ gleichfalls Mei-sterin der Wahrsagerknnst nach dem Tages/ unddessen Schülerin/ sein könne;^) den schon Buonar-roti hat ein Kind von Erzt mit einer Bulle amHalse/ aber ohne Flügel/ welches in dem Museodes GroßherzogS von Toscana aufbewahrt wird/ fürein Bild des TageS ausgegeben.-') Wohl aberwill ich bemerken/ daß/ wen auch die griechischenKolonien die Buchstaben und Mythologie in Hetru-rien einführten/ dennoch die schönen Künste hier
1) In voce
2) Oio. äivinat. I. 2. c. 23.
3) Oorl HIu8. TU'usc. x. 49.
4) Lxxlic. aä Oeinxst. Tn-ur. 23. 62.