Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
76
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56 Vorläufige

diese Stelle auszulegen/ da ihnen die Keutniß derKunst und alle Aufklärung mangelte, welche man ausden später gemachten Entdekungen/ und besonders ausden neueste»/ den schon erwähnten herculanischen Ge-mälden schöpfen kan; ja ohngeachtet aller dieserneuen Hülfsmittel behaupte ich dennoch nicht/ dieStelle/ von welcher hier die Rede ist/ ganz deutlichzu machen/ sondern ich will nur/ wie schon gesagt/meine Muthmaßungen über dieselbe wagen.

Z. 32. Die herculanischen Gemälde bestehen ausgewissen Streifen/ von etwas mehr als einem römi-schen Palm in der Breite: wo man auf denen/ dieverschiedene Abschnitte haben/ in der Mitte auf ei«nein schwarzen Grunde kleine in ägyptischer Maniergebildete Figuren gemalet steht. In demselbenMaß der Breite ist noch oben und unten ein mitverschiedenen Zieraten geschmükter Rand befindlich/und selbst zwischen den kleinen Figuren stnd wunder-liche Gestalten uud ausserordentlich erdachte phanta-stische Bilder angebracht.

Diese Art Malerei mit solchen kleinen ägypti-schen Figuren/ die mit abenteuerlichen Dingen ver-schränkt stnd/ scheinet dasjenige zu sei»/ was bei Pe-tronius sr5 heißt/ und

also nach diesem Volke benant worden/ entweder weilman diese Manier von den ÄgyptierN/ deren Ge-bäude wahrscheinlich also verziert waren/ entlehnthatte/ oder weil die meisten Figuren in dieser Artvon Malerei ägyptische waren. schei-

net diese Malerei benant zu sein von so vielen undso verschiedenen Dingen, die in einem engen Raumzusammengedrängt und in'S Kleine/ in comsieiicliumgebracht worden. Man muß auch bemerken/ daßdiese Malerei in ägyptischer Manier nicht von dem

3) ll'Lrcvl. t. 4. tsv. 6L 70.