Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
77
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Abhandlung:c. 77

verschieden ist/ was wir Arabeske oder Grotteskenennen; welches' nichts anderes' als abenteuerliche undseltsame Gestalten sind/ in welchen gewöhnlich keinGrund der Wahrheit zu sinden ist/ wie Vitruviussaget. Ja/ indem er diese Erfindungen mit folgen-den Worten tadelt! niinr! ^>ingnr>tur iecdoriis^>otius, Glutin ex redus ünNis ^) so

könte man sagen/ daß er eben dasjenige im Sinnegehabt/ was PetroniuS von der Kühnheit derAgyptier andeuten wollte/ welche inaAu-« »ru«com/ie»-?!--?---"» invcnit. Daher schließe ich mit größe-rer Wahrscheinlichkeit/ der Sin dieser bis izo nochnicht verstandenen Worte sei kein anderer/ als' daßdie Ägyptier durch jene Entfernung von der Natur/durch jene kleinen/ mit andern abenteuerlichen Bil-dern untermischten Figuren/ durch jene Arabesken/kurz durch eine so armselige und der Wahrheit wi-dersvrechende Erfindung/ der Malerei die Flügel be«schnitten haben/ oder daß die Malerei/ welche sonstdie Freiheit gehabt/ auf Tafeln und Wanden deröffentlichen und andern Gebäude die Thaten und Be-gebenheiten der Völker/ die Bildnisse der Götter/Heroen und Menschen in vollkommener Nachahmungder Natur vorzustellen/ durch diese Kühnheit derÄgyptier dahin beschränket worden/ nur solche aben-teuerliche/ armselige Dinge zu bilden/ als man aufden erwähnten hereulanischen Gemälden sieht/ undwozu sich damals alle Maler bequemen mnßten.

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