Abhandlung lc. 75
tiebmen könne»/ ob das Werk diesem Volke oder dergriechischen Kunst angehöre.
ß. 30. Ich erinnere mich/ in dem ersten Kapitelden Zweifel aufgeworfen zu haben/ ob von den Ägyp-tiern die Malerei auf eine solche Weise, und in einemso großen Umfange ausgeübt worden/ als man an-nehmen könte/ wen sich der Gebrauch derselben inEuropa von ihnen eben so herschriebe/ wie man inAnsehung der andern Theile der Zeichnung geglaubthat. Daher kan ich izo nicht umhin/ eine Bemer-kung zu wagen/ die ich über die oben erwähnten Ge-mälde im herculanischen Museo gemacht habe/ und sieentfernt sich glüklicherweise nicht so sehr von derWahrscheinlichkeit/ als die bisher gegebenen Erklärun-gen über jene Stelle des P etronius/ worin er vondem Verfalle der Kunst redet / und denselben unterandern Ursachen einer gewissen in die Malerei einge-führten ägyptischen Manier zuschreibt/ wen er sagt:
non «lium exilum kscit,
!l<>iliN! »uclgcia taill ma^rise si'tis eom/zenlka/'-amiiivenit, 5)
Z. 31. Der Mühe/ die Dunkelheit dieser schwie-rigen Stelle/ welche in dem Worteliegt/ aufzuhellen/ haben einige Gelehrte sich zu entle-digen geglaubt durch Anführung anderer Redensartenbei Autoren/ wo sich eben dieses Wort stndet/ undauf solche Weise suchet Burma« nach seiner Ge-wohnheit die Leser abzuspeisen. Andere aber/ die einwenig mehr Bescheidenheit als er besizen/ haben ein-gestanden/ daß sie nicht wüßten, was die Worte sol-len/ auch nicht einmal Muthmaßungen fänden, wiedieses Franz IuniuS ehrlich von sich erklärt. 2)Aber einige dieser Männer waren nicht im Stande/
1) Latzi'ie. c. 2. p. 13.
2) vo xictuia veter. 1.2. c. il. i3o.