Abhandlung!e. 6ä
§. 17. Ein Merkmal der ägyptischen Figurenbestehet auch darin, daß sie keine Knöchelfügnng zei-gen, weder an den Fingern der Hände, noch an denZehen der Fuße, die überhaupt keine Gelenke undGlieder haben. Die Fuße unterscheiden sich durchdie kleine Zehe, welche gerade und auSgestrekt ist;woran nicht sowohl die Ungeschiklichkeit der Kunstlerals vielmehr die Gewohnheit der Ägyptier, welche inihrem sehr heissen Klima barfuß gingen, Ursache ist/)so wie man es an den griechischen Statuen, daß diekleine Zehe gekrümt und einwärts gedrükt ist, denSchuhen zuschreiben muß, deren man sich in diesemnicht so heissen Klima bediente, und dem lederne»Riemen an denselben, welcher hieß, schief überden Fuß ging und die kleine Zehe mehr als die übri-gen drükte.2)
5. 18. Endlich hatte die Brust der mäiilichenFiguren bei den Ägyptiern nicht jene großartige Er-hobenheit, welche man an den griechischen Statuensieht; und an weiblichen Figuren wurden, wie ichschon oben gesagt habe, zwei übermäßig volle Brüstegemacht; ausserdem unterscheiden sich diese Statuenvon den griechischen auch durch die zu schmalen Len-den und Weichen.
§. 19. Nach der Untersuchung der einzelnenTheile an den ägyptischen Figuren des ersten Styls,kehre ich noch ein wenig zu dem Allgemeinen zurük,um mit ihnen und mit den Eigenschaften, welche manan ihnen bemerkt, andere Figuren zu vergleichen, wel-che zwar auch ägyptisch, aber von jenen in Ansehungauf die Zeichnung des Nakten und der Bekleidungverschieden sind. Da ich nun in Absicht auf dasmchrnial erwähnte Verbot, welches den ägyptischen
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2) kollur, I,?. c. 2d> segm, gi> !>,o. c. 4Z. segni. 177.
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