64 Vorläufige
der ägyptischen Figuren durch den Vakenknochen ganzund gar aufgehoben/ und die rundlich erhobene Formdes Kins durchaus' nicht sichtbar.
§. 16. Einen andern Unterschied geben die Oh>ren/ welche so hoch hinaufgerükt sind, daß ihr unte-res Ende fast in gerader Linie mit den Augen stehtjwie man dieses auch an den Figuren bemerkt/ dieauf den Obelisken erhoben gearbeitet sind/ besondersan der sizenden Figur unter der Spize des Obelisks,welcher vor dem Palaste Barbe rini auf der Erdiliegt. Dieses scheint uns ein Mißverhältnis da wirgewohnt sind/ die Ohren auf die Linie der Nase ge-sezet zu sehen. Aber in Betracht der Arbeit desMeißels sind einige ägyptische Köpfe wegen der ä»s>serst fleißigen Ausführung vielen griechischen Köpft«überlegen; und ohne hier andere Beispiele anzufüh-ren/ nenne ich nur den Sphinx an der Spize desSonncnobelisks/ welcher in dem Campo Marzo anider Erde liegt; indem diese Figur in GypS abge-formt ist/ und man sie also auch ausserhalb Rom!untersuchen kan. Der Kopf dieses Sphinx/ wclcher gewiß zur Zeit/ da der Obelisk noch aufgerichtet stand/ kaum gesehen werden konte/ hat nichts deß«weniger eine solche Ausführung/ wie die griechischKunst nur ihren vollendetsten Werken zu ertheile»strebte. Nicht allein die Nänder der Lipen und deiAugenlieder sind mit zwei parallellaufenden aufda-Zarteste in den Stein eingegrabenen Linien angedwtet/ sondern der Nand selbst erscheint wieder zwi>schen den Einschnitten erhoben ünd ist sorgfältiggleich gemeißelt. Die Falten der Haube/ welche die-sen Kovf bedeket/ sind gelinde mit großem Fleissausgedrükt; und von dem Obre kan man ferner sa<gen/ es sei an Figuren dieser Größe das schöOaus dem ganzen Altertume,t) M»ter den Abbildungen Numero 25.l