Vorläufige
§. 3. übrigens rede ich nur von der GesichtS-bildung der Ägyptier/ ohne ihres hohen Wuchses,wen dieses eine Schönheit ist/ zu gedenke»/ welchenPausanias nach einigen Leichnamen/ die er gese-hen/ mit der Statur der Celten verglich/unddiese Nachricht wird durch die im Jnstituto Cle-in entino zu Bologna befindliche Mumie bestätiget/welche eilf römische Palme hält. Viel weniger be-greife ich unter die hier gemachete Beschreibung vonder Bildung der Ägyptier jene Griechen mir ihrenKinder»/ die fich später in Ägypten niederließen;und diese hatte gewiß auch MartialiS im Sinn?/als er wünschetc/ einen schönen Knaben aus jenenGegenden zu befizen/obgleich der Dichter nichtsowohl durch die Schönheit zu diesem Wunsche ver-anlasset worden/ als vielmehr durch die üpigen Sit-ten der dortigen Jugend/ wie aller Griechen in Ägyp-tens) und sonderlich derer zu Alexandria/ die mehrals irgend ein anderes Volk den Schauspielen undund der Musik ergeben waren.
Z. -j. Zum Beweise der zweiten Ursache des ge-ringen Fortgangs in der Knust der Zeichnung beidiesem Volke/ die in ihrer mit der Religion innigverwobnen Verfassung liegt/ dienetunS daS vonPlatoangeführete Gesez/ wodurch den Künstlern verbotenwar/ bei Verfertigung ihrer Werke vou dem bisherim Lande üblichen Style abzugehen;^) so daß nachdem Zeugnisse eben dieses Autors die Statue»/ die zuseiner Zeit/ das ist: als Ägypten unter persischer Bot-
2) 1., >. c, Z5.
>) 4. opigl-, 42.
Z) Min-tial. I. e. v. 4. ^uvenal. sat. i5. v. 46 —46.
4) ninlil. I. 1. c. 2. Ovid. trist. I. 1. eleA.2. v. 79 — Lo.
5) ve legU). 1.2. x. 65ö.