Abhandlung:c.
Fesseln entladen hatte; auch bezeuget dieses einhel-liger Kirchenvater. Wie koiite man aber auch nureine Spur von Schönheit der Zuge a» ihren Figu-ren verlangen/ wen alle oder doch beinahe alle Ori-ginale/ nach welchen sie gebildet waren / die Gestaltder Afrikaner hatten/ das heißt: wie diese/ denaufgeworfenen Mund, das zurüktretende und klein-liche Kl»/ das gesenket? und platt gedrükte Profils)und/ um nicht nur den Afrikanern/ fondern auch denÄthiopiern zn gleichen/bisweilen die gepletschteNase und die dunkelbraune Farbe der Haut?^) Da-her gebrauchete man in Griechenland das Wort «i-von solchen/ die von der Sonne ver-brant waren/ und eben deswegen haben auch alleauf den Mumien gemalete Figuren ein dunkelbrau-nes Gesicht. 5)
2) Aus anatomische» Untersuchungen, welche Von mehren»Gelehrten an Mumienschädeln angestellt worden, soll sichergeben haben, daß die Gestalt der alten Ägyptier, nachden verschiedenen Kasten verschieden gewesen; die Schä-del der gemeinen Mumien sollen eine ganz andere Stam-meSart als die der kostbar geschmükten verrathe». Manhat aus diescni umstände den Schluß gezogen, daß dieBevölkerung Ägyptens dovelter Art gewesen: das gemei-ne Volk aus äthiopische»,, die Kaste der Priester und Kö-nige aus astatischem, verniuthlich indischem Gcblüte. Manhält auch die an Statue» bemerkte ungemeine Schmäch-tigkeit der Weiber über den Hüften snr ei» indischesMerkmal, das ebenfalls an de» Bildern der Bajadere»Vorkomme» soll. übrige»s stimmen alle Nachrichten der altenund neue» Autoren darin überein, daß die äguptische Ge>stalt bei weite»! nicht so schön und so günstig snr dieKunst gewesen, als die griechische. Meuer.
3) Loelüilt. 5Iiero?. x^rt. i. t. 5. c. 27. Oivtl. Lio. I. 3.c, g.
4) Ilervilot. I. 2. c. 104. ?rvpei'l. 1.2. eleg. 33.
5) 12 B. I K. ö §. Note.)