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7 (1825)
Entstehung
Seite
52
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62 Vorläufige

das Erdichten schwerer ist/ als das Arbeiten nachder Natur und Wirklichkeit: eben so viel ist auchdie Malerei schwerer als die Bildhauerei.

K. 12. Alles dieses ist/ wie ich sehe, noch nichthinreichend/ um zu beweisen/ daß die Malerei i»Griechenland spater als die Bildhauerei entstanden,sondern man wird hieraus nur schließen können/ daßsie wegen der vielen mit ihr verbundenen Schwierig-keiten daselbst später zur Vollkommenheit gclangelsei. Deßhalb will ich zum vollständigen Beweistnoch hinzufügen, daß die Kunst der Zeichnung au,dem Verlangen/ Abbildungen der Gottheiten hervor-zubringen/ das beißt: aus der Religion und den,Götterdienst entstanden ist; aber dieser Götterdienßverlangte nur Statuen/ und hatte für dieselben steingenommen/ daß man/ wen deren Urheber nichlbekant war/ glaubte/ sie wären vom Himmel herabgefallen;^) war er hingegen bekant/ so half nmsich/ um diese Statuen nicht weniger als die ander»zu einem Gegenstände heiliger Verehrung zu machenmit dem Vorgeben/ sie seien mit der Kraft d«Gottheit/ welche in ihnen vorgestellet werde/ erfüllt. ^Die Malerei aber hatte dieses Loos nicht/ und g<langete zu solcher Ehre auch da» nicht/ als man ßibrauchte/ die Wände der Tempel zu schmükcn.

§. lZ. Dieses mag hinreichen/ um zu beweise»daß dieser Theil der zeichnenden Kunst jünger stals die Bildhauerei. Wir können also wieder einlenken/ und unserm Hauptsaze zufolge sagen: da-von den schönen Künsten bei den Ägyvtiern/ Hetruriern und Griechen jede einzeln aus ihrem Samen/ aiwelchem man nicht zu erkennen vermochte/ wie m

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