Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
53
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Abhandlung tt. 63

ähnlich sie einander werden dürfte»/ hervorkeimte / undnach den drei Hauptursachen/ die auf sie einwirkenmußten/ nämlich nach der Eigenheit/ Religion undRegirung eine verschiedene Gestalt angenommen/ wieich in der Abhandlung von der Kunst der Ägyptierund Hetrurier »och näher darthun werde. Im fol-genden Kapitel will ich zeigen/ daß die Kunst derZeichnung bei den Ägyptiern einem Schößlingezu vergleichen fei/ der zwar anfangs gut gepffegetwar/ dessen Wachstum aber durch zu viele Schattenoder durch das Benagen der Würmer gehemmet wor-den; den sie blieb stehen/ als' sie auf einen bestim-ten Punkt gekommen war. Im dr i tte n Kapitel wirdmau sehen / daß die Kunst der Hetrurier in ihrerBlüthe gewissermaßen kan verglichen werden mit ei-nem wilden Gewässer/ welches aus der Höhe zwi-schen Klipen und Felsen herabstürzet/ und alles/was auf dem Wege liegt/ ungestüm mit sich fort-reisset; den das Eigentümliche in ihrer Zeichnungwie in den daraus entstandenen Werken war/ denFiguren heftige Gebärden/ gezwungene Stellungenund in allen Theilen übertriebene/ scharf angedeu-tete Umrisse zu geben. Im vierten Kapitel werdeich zeigen/ daß die Kunst der Zeichnung unter denGriechen einem Flusse gleichet/ dessen klares Was-ser in öfteren Krümmungen ein schönes Thal durch-strömet/ und demselben/ anstatt es zu überschwem-men und seinen Erzeugnissen zu schaden/ Fruchtbar-keit verleihet.