Abhandlung ic. 47
che/ die wir in vielen Werken selbst der Ägyptierantreffe» und überdies ließen sich mir/ ausser der un-tern Hälfte der Statuen / auch die gestrekten an denSeiten fest angeschlossenen Arme entgegenstellen/ ge-rade wie wir sie an den ägyptischen Statuen erbli-ken. So war in Arkadien dein Athleten Arrhachionzu Phigalia/ seiner Vaterstadt/ in der vier und fünf-zigsten Olympias eine Statue errichtet/ welche demPausaniaS zufolge an den Seiten herabhängen-de Arme/ und nicht weit von einander gesonderteFüße hatte. Wen aber die Griechen/ als sie schonan dreissig Gottheiten verehreten/ das heißt: zurZeit/ wo die Ägyptier den menschlichen Körper/ seies auf eine steife oder belebte Art/ abzubilden ver-standen/ denselben/ statt eben dieses zu thun/ alseinen Stein/ Kloz/ oder als eine Säule vor-stelleten: so ist es doch wohl offenbar/ daß sie/ un-vermögend es anders zu mach-en / noch nicht in derSchule der Ägyptier gewesen waren. Wollte manaber sagen, sie seien schon damals in diese Schulegekommen/ als sie den menschlichen Körper noch soplump und unbeweglich abgebildet: so läuft eS aufmeine im Anfang geausserte Behauptung hinaus'/ daßdie ersten Versuche in der Kunst der Zeichnung beiallen Völkern dieselben gewesen.
8. 8. Um sagen zu können/ daß die Hetrurierund Griechen die Kunst der Zeichnung von den Ägyp-tiern erlernet haben/ reichet der Grund nicht auS/daß die einen anfangs eben das thaten / was die an-dern gethan hatten. Wir wollen vielmehr untersu-chen/ ob die Griechen und Hetrurier/ als sie es indieser Kunst weiter trieben, denselben Styl an ihrenWerken beibehielten/ welcher beiden Ägyptiern immerfortdauerte. Da wird mir gleich die so eben erwähnte
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