Abhandlung:c.
daß zu einer Zeit, wo IN Griechenland schon drcissigGottheiten verehret wurden/ die Gegenstände der Ver-ehrung eben so viele vicrekichte Steine waren, welchesich in der Stadt Pherä in Achaja noch in den Tagendes Pausanias befanden/l) und nicht weniger nn-gestalt waren damals die Bilder der in dem übrigenGriechenlande verehrten Götter. Jupiter mitdem Beinamen MilichiuS/ und Diana Patroazu Sicyon waren zwei Säulen/^) so wie die Ve-nus zu PapboS eine Säule war;^) auch Amorselbst 5) und die Gratien waren in den ältestenZeiten bloße Steine. <-) So konten die Ägyptier/welche ihre Götter schon in menschlicher Gestalt ge-formt hatten/ wohl keinen Einfluß auf diese Werkehaben/ an welchen man keine/ oder doch nur einegeringe Kunst wahrnahm.
ß ..5. Ans diese Bilder, welche man eigentlichnicht also nennen kan, weil sie aus der Hand derSteinmezen und Zimmcrleutc hervorgegangen / wurdenmit der Zeit von der etwas weiter vorgerükten KunstKöpfe gesezet/ wodurch ein Gegenstand der GotteS-verehrung entstand/ und sich ein Bild von dem an-dern zu unterscheiden anfing. Um die Hetrurier undGriechen unter e i n e n Gesichtspunkt zu stellen/ und umzu zeigen/ daß/ was ich von den einen sage, auch vonden andern gelte, führe ich unter vielen andern Bei-spielen nur eine hetrnrische Schale an/ woraufman den Gott Terminus und den Gott Pria-
!) pausen. I. 7. c. 22.
2) I. 6. e.3i.Z2. Z6. ^G. d. K. IB. 1K. S9.Ü
Z) pausen. !. 2. c. 9.
4) Hlax'lii?. 6i88.9. Z. 3. Fea.
6) Iliiä. 1. 9. c. 33.