Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
30
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30 Vorrede.

deuten wollte: so fing man damit an/ daß mansagete/ es sei PapirinS mit seiner Mutter hiervorgestellet.^) Diese Meinung verfocht man hernachmit so vieler Hize/ daß ein übrigens einsichtsvol-ler Scribent, statt in der Figur des Jünglings Be-stürzung über den Antrag seiner Mutter/ die ihn zurBlutschande verleiten wollte/ wahrzunehmen/ einboshaftes Lächeln darin siehet/ so wie es sich für dasgewöhnliche Betragen des PapiriuS gegen seineMutter schike. 2)

Weniger kaii man es tadeln/ daß man einemandern sehr schönen Grupv/ das ehedem im Kabinetder Königin von Schweden/ izo aber zu S. Jlde-fonso in Spanien/ existirt/ die Namen des Kastorund Pollux/ oder wie Masfei glaubet/^) desPhoSphoruS und Hesperus/beigeleget hat. Hät-ten indessen die Gelehrten bei der Erforschung desInhalts desselben ihre Zuflucht zur heroischen Ge-schichte genommen/ so würden sie sich vielleicht derwahren Bedeutung mehr genähert haben. DiesesWerk stellet nämlich zwei ganz nakte Jünglinge vor/von denen der erste eine Schale in der rechtenHand hat/ mit der linke» aber den anderen um-fasset/ der auf einen Altar zwischen Beider Füßeneine Fakel hält und eine andere auf der Schulterbat. Diesem Jünglinge zur Seite stehet eine kleineweibliche bekleidete Figur/ mit einem Kasten oderGefäße auf dem Kopfe und in der Stellung/ alswollte sie einen Finger der rechten Hand den Lipennähern/ und mit der andern Hand Heber sie das Ge-wand etwas in die Höhe. Um dieses Grnpo mitdesto mehr Deutlichkeit zu erklären/ habe ich es für

j) lEbcndas. N. 2 K. 2SZ0§.Z

2) Du L08, reüex. 8U1' la xoesie. t. I. p. Z72.

Z) I^accvlt.a 6! Ltat. tav. »2:.