Vorrede. si
rathsam gehalten/ dasselbe auf der lezten Seite vorder Vorrede in Kupfer stechen zu lassen.^)
Ob ich nun gleich nicht/ wie bei dem vorherge-henden Grupo/ meine von der gemeinen Meinungverschiedene Vermuthung mit gleicher Zuversicht vor-legen kau: so unterwerfe ich sie doch/ da ich geradenichts Unwahrscheinliches darin finde/ der Untersu-chung des Lesers. Ich glaube nämlich/ daß in die-sem Grupo die Freundschaft des Orestes und Py-ladeS und zugleich der Anfang der Elektrn/ einesTrauerspiels des EuripideS/ vorgestellet sei. Diebeiden Jünglinge/ welche bei den Alten zu den be-rühmtesten Mustern wahrer Freundschaft gerechnetwurden/?) scheinen mir nämlich im Begriffe zu sein/den traurigen Vorsaz auszuführen/ die Mutter desOrestes/ Klytämnestra/ und ihren Buhlen Ä g i-sthuS umzubringen und so die Ermordung deSAga-memnon zu rächen/ auf dessen Grabe sie/ nach Artder Opfernden umkränzt/ ein Stük Vieh nebst ange-zündetem Holze opfern. Dieses Grab scheinet durchden kleinen niedrigen Altar angedeutet zu sein/ wel-cher gerade j>wie diejenigen gestaltet ist/ die man aufdie Grabhügel der Verstorbenen zu sezen pflegete.Auch nennet Äsch yluS das Grabmal des Ag am em-nonS einen Altar. DaS Vorhaben/ mit welchemsie umgehen/ scheinet durch die Fakel ausgedrillt zusein/ welche meiner Voraussezung zufolge Orestesauf der Schulter in die Höhe gerichtet hält/ gleich-sam als wen er einen Schlag damit geben und an-zeigen wollte/ daß er die heilige Verrichtung verges-
t) Mitter den Veriierungsl'ildern Numcro 6>Z
2) Li-.lt. fdvll. I'ulv. »sin, p. 245.
Z) Lunpic!. LIecUll. v> go.
4) Llioexk, v. 104.