24 Vorrede.
che in Tempeln'und öffentlichen sowohl als besonde-ren Gebäuden befindlich waren/ liefet/ und anch dieübrig gebliebenen Kunstwerke betrachtet/ (es verstehtsich/ daß ich hier immer von ernsthaften Vorstellun-gen rede/) auf welchen man nicht da» Geringste fin-det/ das nicht aus der Fabellehre und aus dem Ho-merus genommen wäre. Horatius gibt davon infolgenden Versen einen Grund an:
—> — — — l'u^ne/nii/mi Q'tt/Vtten tleclueis lII ,III/IIX.
lii!in si ^rvserres i^/in/ii iiii/iiVii^im ^liiniis;^)
bei der Gelegenheit / da er von dem Stoffe spricht/den der Dichter/ und zwar besonders der Trauerspiel-dichter/ wählen soll. Diesem ertheilet er die Vor-schrift/ lieber Gegenstände aus der Zlias zu neh-me»/ als ganz neue zu erfinde»/ die noch von keinemandern Dichter bearbeitet worden. Nun schließe ich/daß die griechischen Künstler eben diesen Grundsazbefolget haben/ ja/ daß Horatius ihn von den grie-chischen Dichtern und Künstlern gelernct habe/ so daßvon dieser besser» Partei: die
leztern bewogen worden seien/ Gegenstände aus derFabellehre und aus den Gedichten des Homer USvorzustellen. So viel ist gewiß, daß nicht nur dieGrieche»/ sondern auch die Römer/ seitdem sie an dergriechischen Literatur Geschmak fanden/ sogar ihreKinder/ ehe sie dieselben in irgend einer andern Wis-senschaft unterrichte'- ließe»/ zur Lesung des Home-rus anhielte»/ und dieser Dichter wurde von einemjeden, der sich auf die Philosophie oder auf die Kunstder Zeichnung legete, auswendig gelernct. Auf dieseArt wurde» feine Gedichte die allgemeine Quelle/aus welcher sowohl die Trauerspieldichter als die
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