Vorrede.
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Zn dieser Rüksicht bin ich der Meinung/ daß unterden weiblichen Figuren, die am Fuße eines' Grabstei-nes ein Gefäß auSgießen / Elektra, die TochterZlgamemnonS/ vorgestellet sei/ welche auf dieseArt ihrem Vater auf seinem Grabe die lezte Ehre er-weiset/ so wie ÄschyluS und Sophokles sie vor-stellen. >)
Wen man nun diesen ersten Grundsnz der von mirbeobachteten Methode annehmen wird/ daß man näm-lich, wovon ich so viele Beweise habe/ nicht vorauS-sezet/ auf alten Denkmalen leere Gegenstände abge-bildet zu finden; so wird man sich desto mehr von demdurch mich ausgestelleten und vor Augen gehabten zwei-ten Grundsaze überzeugen/ daß nämlich auf diesenDenkmalen Gegenstände vorgestellet seien/ die man inder Fabellehre und heroischen Geschichte auf-suchen muß. Von diesem Grundsaze habe ich zuerstdie Haltbarkeit/ sodan den Nuzen zu beweisen,und endlich dasjenige zu widerlege»/ was mairdagegen einwenden könte.
Die Haltbarkeit desselben wird erstlich jedemeinleuchten/ der bedenket/ daß/ so wie Simonidesdie Malerei eine stumme Poesie nennet/2) und nachdem Plato das Wesen derselben in der Fabel be-stehet:^) also auch der Künstler/ um sich als Dich-ter zu zeigen und der poetischen Phantasie ein destofreieres Feld zu öfneil/ eben so wie dieser Gegen-stände aus der Fabellehre wählen müße. Zweitenswird sich diese Haltbarkeit offenbaren/ wen man inden alten Autoren/ vornehmlich im PansaniaS/ dieBeschreibung der Bildhauereien und Malereien/ wel-
1) Lkoepli. v. 36. 127. Loxliocl. v. ^35-
2) ?1ul .arck. gloria imüo. t- 6.
x. 980. eäit.
A) x. 23.