22 Vorrede.
auSgießet; daher man vermuthen könte/ daß sie einesvon den Weibern sei/ welche Wasser/ zuweilen auchHonig/ auf das Grab ihrer verstorbenen Eltern go-ßeil/2) wie den auch das/ was uns durch den Blokangedeutet wird/ ein Grab zu sein scheinet. DieseWeiber hießen von
ein Gefäß/ ein Topf; und das auf dasGrab gegossene Wasser ward x°«^)und
6) genant. Auf dem Grabe der Jünglinge pfle-gete dieses von anderen Jünglingen verrichtet zu wer-den/ so wie es auf dem der Mädchen von andern ih-res Alters geschahe; daher sahe man immer auf denGrabmalen der lezten eine jungfräuliche Fignr miteinem Gefäße in der Hand gebildet.") Dieses warschon meine Meinung/ als ich die Erklärung einerähnlichen Figur auf einem geschnittenen Steine desMusei Strozzi vorlegete/») und ich glaube/ daßdieselbe zufolge des erwähnten Mädchens/ das manauf einigen Grabmalen mit einem Gefäße vorgestel-let findet/ eben diese Bedeutung habe. Ich will die-ses indessen nicht in Ansehung des aufgestelleten Grund-sazes als gewiß behaupten/ indem ich bedenke/ wievielerlei Bedeutungen dergleichen haben kari/ und wievielerlei sich die Künstler bei der Reichhaltigkeit derMaterien/ welche die Fabellehre und die heroische Ge-schichte darbieten/ darunter haben einbilden können.
>) Dui-Ixid, Ipkigen. ?aur. v. 6Z4.
2) Lclivl. Vesp. v.'2gö.
Z) Luiil. v. X""
4) Stilen, I. g. tc, >L. n. 78.)
L) I<1. I. 12. ^c> 5. a. 2Z/>
k) Argonaut, I, I. V. 1078. 1.2. V. 92g.
7) ^.t>icn. I. »Z. sc. 6. n. L5>^
L) ^Beschreib, d. geschnitt. Steine. 3 Kl. Z Abth.Z