Beilage m, zur Seite is.
Ich werde in meiner Meinnng, daß die Meister desZaokoon unter den ersten Kaisern gearbeitet haben, wenig-stens w alt gewiß nicht sein können, als sie Herr Winekel-man ausgibt, dnrch eine kleine Nachricht bestärkt, die erselbst zuerst bekant machte. Sie ist diele:
„ Zu Nettnno, e»emals Antium :e. " 1)
Darin wirb Herr Winekel maii wenig Widerspruch fin-den, daß der An t l> a n o d o ru S in dieser Inschrift kein an«derer als der Athenodorus sein könne, dessen Pliniusunter den Meistern des Laokoon gedenket. Athenodoruslind A t h an o d o r us isi auch völlig einName; den die Rlio-dier bedienten sich des dorischen Dialekts. Allein über das,was er sonst daraus folgern will, muß ich einige Anmerkun-gen machen.
Das erste, daß Athenodorus ein Sohn des Agesan-ders gewesen sei, mag hingehen. Es ist sehr wahrschein-lich, nur nicht u n w i d e r sp r e cd l i ch. Den es ist bekant,daß es alte Künstler gegeben, die, anstatt sich nach ihrem Va-ter zu nennen, sich lieber nach ihre», Lehrmeister nennen wol-len. Was Plinius von den Gebrüder» Avollonius undTanriskus sagt, 2) leidet nicht wohl eine andere Aus-legung.
Aber wie? Diefe Inschrift foll zugleich das Vorgebendes Plinius widerlegen, daß sich nicht mehr als drei Kunst-werke gesunde», zu welchen sich ihre Meister in der vollen-deten Zeit (anstatt des durch bekant hätte»?Diese Jufchrist? Warum sollen wir erst aus dieser Inschriftlernen, was wir längst aus vielen andern hätten lernen kön-nen? Hat ma» nicht fchon auf der Statue des Germani-
1) Wie die Note aus S. lS lautet.)
2) l^> 36. c. 5. scct.4. n. lo.
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