324 Geschichte der Kunst.
aber/ deren Ähnlichkeit mit der Julia Mammä»,der Mutter dieses Kaisers, den eigentliche» vermeine-teii Grund zu der irrigen Benennung dieses Denk,mals gegeben hat/ ist das Bildniß der Ehefrau im;ihres ManneS. Auf der Urne selbst stehet man inhoch erhobener Arbeit/ sowohl vorne als auf beidenSeiten/ den Anfang der Jlias/ oder den NmmchdeS Achilles über die ihm genommene Brise is,und hinten das Ende der ZliaS, nämlich denPria in u S/ welcher zu dem Achille S komt/ den Kör.per des Sektors auszulösen. An der vorderenSeite haben diejenigen/ die alles zur römischenGeschichte ziehen wollen / den Vertrag des Nonin-luS mit Titus Tatiiis, dem Könige der Sabiner,zu finden vermeinet/ und ein Anderer bat stch in ei-nem Knauel Gar«/ welchen die zwo Mädchen desAchilles halte»/ eine Handmühle vorgestellet,welcher nicht einmal einer Pfeffcrmühle ähn-lich ist. y
§. 23. Jene Benennung als richtig vorausgesezei,hat man die erhobenen Figuren des schönen Gefäßesvon Glase/ welches in eben der Urne gefunden wr-den/ und dessen ich im ersten Kapitel des ersten Theilsgedacht habe/2) als eine Anspielung auf den Namendes Alexander SeveruS/ auf Alexanders'desGroße» Erzeugung gedeutet. ES ist hier nicht derOrt/ mich in die Erklärung der erhobenen Figurendieses Gefäßes einzulassen/ und ich verweise den Le-ser auf die Vorstellung desselben/ welche uns Bar-toli in seinem Werke der alten Gräber gegebenhat; daher ich mich begnüge/ hier nur mit einWorten anzuzeigen/ daß der Inhalt dieser Abbildungvermuthlich die Fabel des Peleus »nd derThetiS
1) Venuü Osserv. soxra I'HraJ 61 ^.Icss. Lever. x. 2Z.
2) U B. 2 K. 28 §.?