Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
309
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bis an den Unterleib mit einem Gürtel vielmehr um-wunden und geschniiret war. Lucius' VeruS ließsogar das Bildniß seines Pferdes, VolueriS ge-naiit/ von Golde im Circo sezcn.^) Bei den Wer-ken unter dem Marcus AureliuS gemachet/ fälltmir mehrentheilS dieses Prinzen eigene Schrift ei»/in welcher ausser einer gesunden Moral die Gedan-ken sowohl als die Schreibart gemein/ und einesPrinzen/ welcher sich mit Schreiben abgibt/ nicht wür-dig genng sind.

z. 12. Unter und nach dem CommoduS/ demSohne und Nachfolger des MarcuS AureliuS/ging die lezte Schule der Kunst/ die gleichsam vom

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I) Daß Lucius Verus das Bildniß seines Pferdes VonGolde im Circo seze» lassen, ist durch kein Zeugniß ei-nes alten Autors zu bestätigen, wohl aber, daß er dasgoldene Bildniß seines Lieblingsvserdes mit sich zu tra-ge» pflegte, demselben Mandeln und Rosinen statt desKorns in die Kripe warf, und ihm ein Grabmal imWaticano errichten ließ. (^ul. Lspitol. w Vor. c. 6.)Me»e r.

Die große Statue zu Pferde, Negisole genant, zuPavia auf dem Plaze vor der Domkirche, (7 B. 2 K.24 §. Note.) soll den Lucius Verus vorstellen.Sie wurde wahrscheinlich von Rom nach Navenna,und von da nach Pavia gebracht. Montsaucon (viai-.Ital. c. >a. p. 14g.) hielt sie sür einen M. Anrelius,und irrte, wie er schon srüher sich geirrt hatte, indemer denselben Namen dem L. Verus in der Villa Mat>tei zu Rom gegeben, sl^icovoni Zl.) Die

Statue hat sehr gelitten, und ist daher stark ausgebessert;indessen scheint der Kovf antik zu fein, auch die Brust,ein Theil des Gewandes, die linke Hand und das Pferd,welches Kenner für eine griechische Arbeit halten. DieStatue ist, wie man aus dem Pferdeschmuke und auseinige» eingesezien Stuken schließen kau, von gegosse-nem Metall, und nicht von gehämmertem, wieAndere wollten. Amoretti.