Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
288
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283 Geschichte der Kunst.

im kleinen Umfange hauchet Regungen, ohne sie Zl,fühlen zu scheinen ; die in lieblicher Fülle genähretei,Wangen beschreiben mit der gewölbeten Ruiidunzdes sansr erhobenen Kinnes den völligen und ed-len Umriß des Haupts dieses edlen Jünglings. Kder Stirn aber zeiget sich schon mehr als der Zünz,ling: sie kündiget den Helden an in der erhabene«Pracht/ in welcher sie anwächset/ wie die Stirn desHerkules. Die Brust ist mächtig erhaben, Mdie Schultern, Seiten und Hüften sind wunderbarschön. Aber die Beine haben nicht die schöne Form,die ein solcher Körper erfordert; die Füfie sind gritgearbeitet, und der Nabel ist kaum angedeutet: beidem allen ist der Styl verschieden von dem zu yeslHadrianuS Zeiten.

§.2i. Unter den Bildnissen des Hadrianujselbst ist das schönste in Marmor ein kolossalischeeKopf in dem Palaste Borghese,^) und in d«

t) Visconti (Aus, pio-LIem. t. 6. p.6o.) erinnert zugen diese Stelle, daß der kolossale Kopf HadrianS»Palaste Borghese zwar größere Dimenstonen habe,«»der ebenfalls kolossale Kopf desselben im Pio-Sli>inentino; daß dieser aber besser gearbeitet und ech>>ten fei.

Im Capitolino befinden sich drei portrefliche Br»s»bilder Hadrians. In dem ersten, mit alabasternem E»wände, ist er etwas bejahrter, als man ilm gewöhnlich!«sehen pflegt; die Zeichnung der Augen fiel etwas m»rer aus, und um dieselben find einige Runzeln aiWd»tet; die Nase, das Kin, ein Theil der Unterlipe undiajganze Sberhaupt sind ergänzt; vielleicht gehörte ursvrüwlich auch die Brust nicht zum Kopse. Die zweite Weubertrist die erste; es waltet in ihr ein höherer Sin,ein edlerer Geist und besserer Geschmak; auch die Arbeitist vorzüglicher als am vorhergelienden Brustbilde; das l!wliche M e d u sen h a u p t, welches die bewasnete Brust ziett,macht dieses vortrefliche Denkmal noch schäzbarer. SieNase ist ergänzt, auch ein paar Loken über der S>in>