12 Buch/ i Kap. 28?
tmnc. i) In dem Gesichte des Apollo herschetdie Majestät und der Stolz: hier aber ist ein Bildder Gratie holder Jugend nnd der Schönheitblühender Jahre mit gefälliger Unschuld und sanf-ter Reizung gesellet/ ohne Andeutung irgend einerLeidenschaft/ welche die Übereinstimmung der Thei-le und die jugendliche Stille der Seele/ die sichhier bildet/ stören könte. In diese Nube und gleich-st», in den Genuß seiner selbst, mit gesammeltenund von allen gussern Vorwürfen zuriikgerufenenSinnen/ ist ver ganze Stand d eser edlen Figurgesezet. Das Auge/ welches/ wie an der Göttinder Liebe/ aber ohne Begierde/ mäßig gewölbet ist/redet mit einnehmender Unschuld; der völlige Mund
i) Loltsri i^Ius. Lnpitol. t. 2. lav. ZZ. p. 36.
Er wurde auf dem efguilinifche» Berge in der NaheVon 8. IU.ii-w.0 lli I>Ivmi gesunden. 8,»wo.
x. 117,) Fea.
Visconti eAIus. I?io- LIcm, t. I, p. 9') glaubt/ daßin diesen, Denkmal ein Mereurius vorgestellt sei. DieVorwürfe, welche Winekelman den Füßen der Figur. macht, sind nicht ganz ungegründet, und man kan noch an-merken, daß die Haare keine recht guten Massen von Lichtund Schatten bilden; sie sind über der Stirn gegen denScheitel zu etwas buschig, und tieser nach den Obrenhin glätter, so wie man es an den meisten römischenKaiscrbildnisscn bemerkt; und wie an diesen stnd auch dieHaare in geraden Linien um die Stiru her angesezt. DieNasensvize ist, obwohl unbeschädigt, doch nicht von derzierlichsten Gestalt, und die Fußzehen stnd knodig. Wenman das Gelicht, den Körper, die Hiisten, so schön die-se Theile auch sein mögen, mit ernster Aufmerksamkeitbetrachtet: fo wird man bei dieser mehr als bei irgendeiner andern berühmten Antike auf die Vermullmng ge-führt, sie für eine gute Nachahmung eines uns nicht be>kanten aber im Altertum berühmten Meisterwerks zuhal-te», zmnal da sich »och »ichrere andere ähnliche Figurenfinden. Meyer.