12 Buch/ 1 Kap. 2S5
sei» muß. Die Augen sind eingesezet/ «nd mit ei-nem silbernen Blättchen beleget gewesen/ wie ich indem mechanischen Theile des vierten Kapitels angezei-get habe, l)
§. 18. Beide Köpfe sind mit Lotus bekränzet,welche als dem Antinous eigene Kränze zu Ale-xandria Antinoeia genennet wurden.^) An demBrnstbilde ist dieser Kranz wie aus lauter Blüthendieses' Gewächses zusammengesezet; an dem großenKopfe aber/ dessen Haare mit einem Bande gebun-den sind/ gehet um dieselben in verschiedenen Krüm-mungen ein Stengel dieses Lotus herum / dessenBlumen von anderer Materie und eingelötliet waren/me die gebohreten Löcher auf beiden Seiten desStengels anzeigen. Oben auf dem Kopfe ist einvicrekichtcS Loch von drei Finger breit/ in welchemmmuthlich eine große Blume von Lotus gestanden.
Z. 19. Ausser diesen Köpfen befindet sich dieschönste Statue des AntinonS/ deren Kopf mitEphen/ wie BakchnS bekränzet ist/ in der Villaßasali/ aufderen Grunde/ das ist- auf dem BergeCölio in Rom/ dieselbe auSgegraben worden; eineandere Statue/ auf welche der Kopf desselben ge-sezet worden; ist vor einiger Zeit aus Rom nachPotsdam gegangen; ein Brustbild desselben/ welchesehemals in der Samlung der Königin ChristineMi Schweden war/ stehet izo zu S. Zldefonfoin Spanien. Überhaupt sind keine Köpfe häufiger/als die Bildnisse dieses BithynierS; das schönste voneigentlichen Brustbildern desselben/ die ich gesehenhabe/ ist dasjenige/ welches sich in dem auserlesenenAuseo des Hauses Bevilacqua zu Verona befin-det;^) es ist zu bedaureN/ daß demselben die linke
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2) 1. i5. c. 6. sn.21.^
3) Mllei Vervn. iUuslr. xart.Z. col. 216. lav. »0.