Geschichte der Kunst.
die übertriebene, verächtliche Schmeichelei sich so sehverging/ auf einen Wagen gestellet wurden/ um ihreErhebung und ihren Übergang zu den Göttern wzudeuten.
§. 17. Der kolossalische Kopf eben dieses junge»Menschen in der Villa Mondragone ist drcimlso groß als die Natur und dermaßen unversehrt,daß derselbe ganz neu aus den Händen des KüchlerS gekommen zu sein scheinet/ und ist von so groß«und hoher Kunst/ daß ich eS für keine Kezerei HMzu sagen, es sei dieses Werk nach dem vaticanj-sehen Apollo und nach dem Laokoon, dasSchönste, was uns übrig ist. Wen es erlaub«wäre, diesen Kopf in GypS formen zu lassen, köiite»unsere Künstler nach demselben als nach einem derhöchsten Modelle der Schönheit studiren; den diekolossalischen Formen, da sie einen großen Künstlererfordern, der gleichsam über die Natur hinauszu-gehen verstehe, ohne das Sanfte und Zärtliche i«den ungewöhnlich großen Umrissen zu verlieren, stndHernach eine Probe dcr Geschiklichkeit eines Zeich-ners. Nebst der Schönheit haben die Haare und dieAusarbeitung derselben nichts ihresgleichen im gan-zen-Altertume; so daß man sagen kan, es sei dies«Kopf eines dcr schönsten Dinge in der Welt. T»derselbe vor Alters eingefügt gewesen, so gebe ichdem, dcr ihn siehet, oder dieses liefet, zu überle-gen, was für ein Werk die ganze Figur gewesen
Sie wurden auch sizend auf einem Adler vorgeffelll,wie Titus an seinem Triumphbogen im Campo Vaeei-»o (ö.ii'tuli ^(Iniii', kam. tad> g>), oder aus ei-
nem geflügelten Pferde, wie aus Münzen, erhobe-nen Arbeiten und andern Älten Denkmalen erhellet. (5c>«rpl-lini Lumllient. lust. et crit, apotkoa-ii Impei-.it, I!»-mall, c, 4. x, 34, U>I>, >. 2.) Die Kaiferinen auf Mimj«!werde» von einem Pfau getragen. Fea.