12 Buch, 1 Kap.
Künstler dieser Nation zeigen / an welchen der schwarzeMarmor ein Beweis ist/ daß ste nicht in Ägyptenihren Ursprung haben; und endlich sind von ebendiesem Marmor zwar im ägyptischen Styl entwor-fene Figuren/ aber in freier Handlung mit den Ar-men. Diese beiden Arten enthält das MuseumCavitolinum und die Villa Albani/ und es ha-ben sich fast mehrere dieser Werke erhalten/ als vomwirklichen griechischen Styl/ den Hadrianus zufeiner ehemaligen Vollkommenheit zurükzubringen ge-fuchet zu baben scheinet.
§. >4. In Anzeige dieser Werke fange ich beiden zween Centauren von schwarzem Marmor an,deren ehemaliger Besizer gedachter Cardinal Fu-rie tti gewesen, und die vom Pabste ClemensXIII. nebst dem erwähneten Musaieo der Tau-ben für 43000 römische Thaler erkaufet und demMuseo Capitolino einverleibet worden. DieseCentauren sind nicht/ wie man insgemein vor-gibt/ aus ägyptischem Steine gearbeitet/ welchesden Preis derselben erhöhen würde/ sondern aus ei-nem harten schwärzlichen Marmor, welcher Bigioheißet. Ich nenne diese Statuen unter den Wer-
nissen des Antinous wird von neueren Altertumsfor-scher» nicht zugegeben. Me»er.lMan sehe 2 B. ZK. to §.1
t) Der als älter vorgestellte Centaur, welcher gleich demberühmten b o rgl> e si sch e n die Hände aus den Rükcngebunden hat, ist von edlerem Charakter; der als jungergebildete kömt in Riikstcht des Charakters mit den Fau-nen der gemeiner» Art überein. Des Meisters stand-hafter Fleiß zeigt stch besonders an den Haaren der bei-den Figuren, deren Loken aufs Äusserste mühsam un-terhöhlt und durchbrochen stnd, so daß ste zum Theilganz srei stehen.
Wen Visconti im Museo Pio - C l ement i » o
12 *