Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
216
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216 Geschichte der Kunst.

wie ungründlich die Taufnamen vieler Köpfedie als Bildnisse berühmter Männer allgemein angi«nommen worden; unterdessen ist dieser vermein^Persius nachher vor dessen Satyren in Kupf«gestochen erschienen.

§. 7. Von der Kunst unter dem Nero zu ur<theile»/ käute man auf einen merklichen Verfallderselben schließen aus dem/ was Plinius berich-tet/ daß man unter diesem Kaiser nicht mehr »!>.standen habe in Erzt zu gießen/ so wie sich izo inNom die Kunst/ Buchstaben zu gieße»/ in gcwißrMaße verloren hat; den er berufet sich auf die ko-lossalische Statue des Nero von Erzt/ die Zen»-dorus/ ein berühmter Bildhauer aus Gallien genwchet hatte/ deren Guß ihm nicht gelingen wollen,')ES ist aber hieraus/ wie Douati und Nardini

mornen Kopse der Villa Vorghese (Zculwre,n. 29.) bärtig erscheint, k.,ii der Einwurs wegen des Bari!von keinem großen Gewichte sein, Aber der Geschm!der Arbeit an diesem Denkmale, die äusserst fleissige Z!t,l >andlung der Hauvt- und Barthaare scheinen aufre Zeiten als die des Persius iu deuten, uildwinviwden das Werk etwa in die Zeiten des Mareus A«tt,lius und Lucius Verus sczen. Meyer.

1) 1^. Z4. c. 7. secl. 1 g.

Aus dem Plinius geht hervor, daß ZenodoruZein ausgezeichneter Künstler war; aber die Kunst, dmMetalle durch Gold und Silber eine gewisse Mischungund gefällige Farbe zu geben, war zu seiner Zeit schsnverloren gegangen. Daher koüte er von dem Golde undSilber, welches Nero zu seiner Statue hergeben mll>te, keinen Gebrauch machen. Wen also dem Zenode«rus der Guß nicht gelingen wollen-, so möchte» dickWorte wohl blos auf das verlorene Geheimniß der M>schung des Kupfers mit Gold und Silber, nicht aber«u>die sonstige Kunst zu beziehen sein, Meyer.