Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
209
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11 Buch, Z Kap. 2ns

zweite vcrmeinete sizcnde Agrippina in demRusco Capitolino komt jener nicht bei; unddie dritte ist in der Villa Albani. Ein ähnli-cher Stand ist der Grund zur Benennung der Figurmit zusammengeschlagenen Händen auf einem ge-schnittenen Steine: 2) den in Poussins Zeichnungdesselben in Groß / in der Bibliothek Zllbani/ fin-de ich keine Ähnlichkeit mit der Agrippina. DaSschöne Brustbild der Popväa, des Ncro Gemah-lin, in izo gedachtem Museo, hat eine große Selten-heit : den es hat in einem einzigen Stiike zweenverschiedene Marmor, so daß der Kopf und der Halsweiß ist; die bekleidete Brust aber paonazzv/ dasiß: mit violet farbene n Flekcn und Adern.

<) Vottari (l, Z. ^->v> LZ.) hält sie für das Bilduiß derältern Agrippina/ der Gemahlin des Germani,cus. Fea.

Sie isi über Lebensgröße/ und unübertreflich in Hin-sicht auf tie natürliche/ ruhige und dennoch zierliche undedle Haltung. Die Ausführung hat weniger Verdienst;auch brechen sich die im Ganzen wohl angelegten Faltenaus keine gutc Art/ fondern erfchcinen kleinlich. DieSpize der Nafe, drei Finger der rrchten und zwei an derlinken Hand, nebst der Hälfte vom Daum des rechtenFußes sind niedern.

Die fa r n e fi fche / nun in Neapel befindliche Statueist eine zwar fehr fchöne und ruhige Figur/ doch Von derim Mufeo Capitolino verfchieden in der Stellung/überhaupt aber viel besser gearbeitet. Die Figur in derVilla Zllbani kömt in der Arbeit wie in der Gebärdemit der. im Capitolino ziemlich übereilt. Meyer.

2) Aalsei, xielr. intugl. t> 1. lav. !g.

3) Lultari Aus. dspilol. t. 2, t.iv. lg.

Dieses Brustbild der Poppäa hat feinen Ruhm ohneZweifel mehr der seltenen Beschaffenheit des Marmors/aus dem es gearbeitet ist/ zu danken/ als dem Kunstver-

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