Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
204
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204 Geschichte der Kuust.

wahre Benennung wieder herzustellen glaube, mdder alte Sokel dieser Statue mangelhaft ist: so bildeich mir ein, daß diese Elektra mit der Figur K;Orestes, welche verlorengegangen, ein Grupo g!>machet habe, so, daß der linke Arm derselbe»^des OresteK Schulter gelegen.

j) Der Autor beging ohne Zweifel einen Irrtum,dem er den sogc»a»ten ClodinS in der Villa Pansilifilr die Elektra halten wollte, weil sich aus unM,dentige» Merkmalen darthun läßt/ daß der Künstlers»en in Frauenkleider» verstekten Junglina vorstellen >M,te. Vi sconti hat daher (Aus. ?>o- LI>>n,. «. >. p gz)mit bessern Gründen auf einen Verkleideten noch jmlgmHerkules gerathen.

Allein weil man bedenkt/ dass in fo Vielen alten Denl>malen der junge Herkules immer in einer gedrung-neren Gestalt, mir stärker musknlirten Gliedern erschlichals die gedachte Statue in der Villa Panfili zeigt:so erhält eine dritte Meinung/ als die wahrscheinlM,den Vorzug/ nach welcher der angebliche ClodinS ei»junger Achilles in Weibskleidern wäre. Die kurz ge, ifchnittene» Haare der Mgnr durften iwar Vedrnken ge> jgen eine solche Benennung erregen/ und wir müßengestehen / daß wir die hieraus entspringenden Schwierig,keiten nicht zu beseitigen vermögen. Doch scheint e!»eFigur des Achilles mit kurz geschnittenen Haaren dirguten alten Kunst immer angemessener/ als ein versehbter junger Herkules mit dem Charakter eines Achil«les fei» würde.

Man köiite in dieser Statue auch den Thefeus v«r>gestellt vermuthe»/ von welchem Paufauias (>. i, c,ig.) erzählt/ daß er in weiblicher Kleidung zu Athen cr>schiene»/ und für eine Jungfrau angesehen worden. Zlberder Held trug danials auch lange Haare/ und also hebtiich die vorhin angeführte Schwierigkeit in der Erklärungdes Monuments immer noch nicht. Indessen ist zu be-merken, daß der junge Thefeus auf einem Vasreliesin der Villa Albani fDcnkmalc, Nnni. S61/ >»»er den Stein aufhebt, unter den« feineö Vaters Sckiut«