11 Buch/ 2 Kap.
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verdammet wurde, sich die Adern zu zerschneiden, l)Ferner, da sich nicht findet/ daß man dem Thraseaund dem Helvidius Priscus/ als Mitverschwor-iien wider den Nerv/ ob diese gleich von einigenals Heilige verehret wurde«/ Statuen errichtetes)st ist nicht glaublich/ daß diese Ehre dem Pätu 6 ge-schehen oder geschehen können. Maffei/ der sich er-innerte/ daß sich Pätus nicht mit dem Dolche undüber dem Körper seiner Frau selbst entleibet hatte/und aus diesem Grunde die gemeine Benennung die-ses Werks verwirft/ nimt seine Zuflucht zu der Ge-schichte des Mithridates/ des lezten Königs vonPontuS/3) und glaubet/ es sei hier vorgestellet derverschnittene Menophilus/ welchem Dripeti-na/ eine kranke Tochter dieses Königs/ anvertrau-et war/ und welcher diese und sich selbst entleibete/damit sie nicht von den Feinden möchte genothzüch-tiget werden. 4) Aber dieser Einfall ist schlechter
,) ?!ic. I. 16, c. 24 — 25. Winckelmaii ver-
wechselt hier und in der vorläufigen Abhandlungzu den Denkmale», §.177/ den Pätus Thra-sea und dessen Frau/ die jüngere Zlrvia, vonwelchen in der angeführten Stell« des Tacitus die Re-de ist/ mit dem Cäcina Pätus und defsen Frau/der älteren Nrria/ unter dem Kaiser Claudius.Pätus Thrasea wurde unter Nero zum Tode ver-mtheilt und ließ sich die Ader» osnen. Sterbend bat erseine Frau / welche dem Beisviele ^hrer Mutter / der ä l-tern Arri«/ folgen wollte/ am Leben zu bleiben undihrer gemeinsamenTochter nicht die eiiijige Stüze zu rau-ben. Me»er.
2) 8uvtou. in Damit, c. 10.
3) kaccoltz Ltiltue, tav, 60 — 61.
4) Hlarccll. I. »6. c. 7.
In einige» Ausgaben heißt des MithridateS Tock-ter Direptis. Meyer.