156 Geschichte der Kunst.
saget/ daß/ wen Spiele in diesem Theater aufgefüh»ret worden, der Gebrauch gewesen, den Rath i» ei-nem der pom vejan ischen Gebäude neben deinTheater zu versammeln; der Tag aber, da C/isarermordet worden/ war ein Fest der Anna Peren-na.
Z. 20. So oft ich dieses Bildniß betrachte, be-fremdet es mich, dasselbe ganz unbekleidet/ das iß:heroisch, oder in Gestalt vergötterter Kaiser, vor-gestellet zu sehen, welches auch den Römern in einerPrivatperson, wiePompejus war, ansserordenklichgeschienen sein wird; wenigstens ist daraus z»schließen / daß eS keine Statue sein könne, die ihm nachseinem Tode errichtet worden, da seine Partei ganz«lich vernichtet war. Ich glaube auch/ daß diese direinzige Statue eines römischen Bürgers aus denZeiten der Republik sei/ die heroisch abgebildet wor-den/ da uns PliniuS lehret, daß der Gebrauchbei den Griechen gewesen/ ihre berühmten Männernakend abzubilden, 2) da hingegen die römische»Statuen/ sonderlich ihre Krieger, in Rüstung odermit dem Panzer vorgestellet worden.
Z. 2i. Man könte hieraus einigen Zweifel fas-sen wider die Richtigkeit der Benennung dieser Sta-tue, die sich im Übrigen auf die Vergleichung der-selben mit einigen wenigen und sehr seltenen Mün-zen gründet / die wir vom Pompejus dem Gro-ßen haben.''') Ich kan indessen nicht verschweigen,daß sich an der Statue das Kenzeichen nicht findet,welches uns PlutarchuS von den Bildern dieses
1) ^.<1 Luet. (!sL8. c. 6l.
2) 3^. c. 5. sect. ic>.
3) Man sehe die vovläuf. ?l b h. 4 K. 463—l69§.ü
4) Die Abbildung bei Ma ffei. (k-aecolta cll Llutue, U"
»27.) Fea.