Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
83
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10 Buch/ 3 Kap.

SvrakuS, die ans' Gold gearbeitet und aus Elfenbeingeschnizet waren/ allen Werken dieser Art vorgezo-gen wurden. >)

§. 3. Es müßen sich aber auch in den folgendentrüben und verworrenen Umständen/ die ich vorherberühret habe, ohnerachtet der beständigen Kriege/sonderlich mit den Karthaginensern und im erstenxunischen Kriege, große Künstler in SyrakuS erhal-ten haben/ wie die ausserordentlich schönen Münzendes Königs AgathokleS/ in Gold und Silber inverschiedener Größe/ darthun/ welche insgemein aufder einen Seite einen Kopf der Proserp in a, undauf der andern eine Victoria vorstellen/ die ei-ne» Helm auf ein Siegeszeichen sezet/ welches Rü-stungen auf den Stam eines Baums gehänget sind.Da nun die Tyrannei und die Kunst nirgend zu-sammenstimme»/ so muß es ausserordentlich scheinen/wen eS in diesem Falle und unter den grausamstenTyrannen geschehen ist. Es scheinet daher glaub-lich, daß, da AgathokleS in der Jugend ein Tö-pfer war, das ist: wie ich glaube/ die Kunst geler-net hatte/ Gefäße aus gebrauter Erde zu machenund zu malen/ da derselbe also zur Zeichnung an-geführet worden/ er aus eingepflanzeter Neigung denKünstlern zugethan gewesen. Er ließ eine Schlacht> zu Pferde malen/ die er gehalten/ und in gedachtemTempel der Pallas zu SyrakuS aufhängen/ welchesGemälde sehr geschäzet wurde/ und unter den Sa-chen war/ die MarcelluS in der Plünderung/ umsich Liebe bei den Einwohnern zu erweken/ unange-rühret ließ.

t) in Verr. sct. 2. I. 4. c. 56.

2) Oioä. 8ic. I. 19. c. 2. 1. iv.c. Z. i5.^

mian. Hlarcell. I. 14. in l!ne. I. 12. c. i5.

so», 3. Meyer.

3^ (ÜL. in Verr. act. 1. 4. c. 65. Dieses Gemälde be-