Drittes Kapitel.
K. Zu eben der Zeit/ da die Kirnst in Grie-chenland niederlag/ und die Werke derselben ans dasSchreklichste gemißhandelt wurden/ bliihete dieselbeunter den Griechen ausser ihrem Vaterlande in Ci-eilieii/ aber noch mehr nnter den Königen zu A>-thynien und zu Pergamum. Von der Blüthe derKunst in Sieilien um diese Zeit findet sich zwar i»alten Scribenten keine eigentliche Nachricht; wirkönnen aber auf dieselbe aus dem schönen Geprägeder Minzen dieser Insel einen Schluß machen. Dendie dorischen Pflanzstädte daselbst/ deren Haupt Sy°rakus war/ scheinen mit denen/ welche die Honierbesezet hatte»/ unter welchen Leontium eine der vor«nehmsten war/^) sich den Nang in schönen Mün-zen haben abstreiten zu wollen.
§.2. Ich rede/ wie ich gesaget habe/ von denZeiten der nächsten Nachfolger Alexan d ers desGroßen bis auf die Eroberung der Stadt SyraknZvon den Römern/ in welchen ein betrübtes' Ver-hängnis! über dieser von der Natur überflüssig be-gabten Insel schwebete; und in dieser Betrachtungist zu verwundern/ daß in den unaufhörlichen Krie-gen nicht sogar der Same der Kunst völlig i» Si-eilien ausgegangen. Den daß die Kunst in den äl-teren Zeiten unter dem Gel»/ Hier»/ und denbeiden Dionysien/ Königen zu Syrakus/ geblü-het habe/ ist allen bekant/ und es waren alle Städ-te in Sieilien mit Werken der Kunst angefüllet!so daß die Thüren des Tempels der Pallas z»
i) I, Z. c. 36.