24 Geschichte der Kunst.
Stüke haben auch Andere angeführet/ ohne zu be-denken, daß die Fuge ehemals nicht/ wie izy/ sicht-bar gewesen sein wird. Das Vorgeben des Ligorioaber ist nur zu merken wegen eines zerstümmeltenKopfes über Lebensgröße unter den Trümmern hin-ter dem farnesischen Palaste/ an welchem mannoch eine Ähnlichkeit mit dem Kopfe des Laokoonbemerket/ und der vielleicht zu den obigen Füßenund Schlangen gehöret; izo ist dieser zerstümmelteKopf, nebst andern Trümmern/ nach Neapel geführetworden. Hch kaii nicht unangemerket lassen/ daß sichzu S- Jldefonsv/ dem Lustschlosse des Königsin Spanien/ ein erhoben gearbeitetes Werk findet,welches den Laokoon/ nebst seinen beiden Söhnenvorstellet/ über welchen ein fliegender Cupido schwe-bet/ als wen er ihnen zu Hülfe kommen wollte.
§. 18. Zu eben dieser Zeit und zugleich mit demLysippuS blühete Pyrgoteles/ ein Künstler inEdelgesteine zu schneiden/ welcher sowohl als dieserdas besondere Vorrecht hatte/ Alexander denGroßen abzubilden, i) Zwei Steine find bekantmit dem Namen des Pyrgoteles; dieser Nameist aber auf dem einen verdächtig/ und auf dem an-dern ist der Betrug eines neueren Steinschneidersnicht zweideutig. Der erste Stein ist ein kleinesBrustbild von Agathonyx/ und etwas größer, als dieHälfte desselben in dem Kupfer von Picart/ wel-ches der Herr von Stosch unter den von ihm her-ausgegebenen geschnittenen Steinen bekant gemachethat. 2) Dieses' Brustbild ist nicht in dem Kabinett
Prüfung einiger Nachrichten lind Bebau»tun gen vom Laokoon im Belvedere/ im 2 St.der antiquar. Aufsitze, S. t— 52.)
>) ?I!n. I. c. I. scct. /j. I. 7. c. Z7. sect. zg. ^xulej,in I. 1. p. g.) Meyer.
2) änlich . xl. 55 — 56.