Beilage l, zur Seite 138.
Die Meinungen über das den Iuv! ter und G a >l» n> e-des vorstellende Gemälde sind getheilt. Einige halte» esfür ein modernes Werk, das von Mengs verfertigt fei/um die vorgeblichen Kenner zu täuschen und zugleich eineProbe feiner vollkommenen Kunst abzulegen. Anton M a>ron, der Schwager des Mengs/ ein gefchikter Bildnißma»lcr,und Hosrath Neiffenst ei n sprachen diefe Meinung öf-fentlich aus. Zu ihnen gesellte stch Don Giusevve Nico-la d'Azara/ welcher iit seilten ooncernenti la
vila <Ii ^ntlinio kalsacllo Ai/Ng, lind in Feas Ausgabe der
diesem Gemälde als vou einer durchaus zuverläßigen Arbeitdes großen Mengs spricht. »Die Ausmerksamkeit / sagt er/„mit welcher der Kunstler eine alte Mauer nachahmte; die„scheinbar ausgesprungene» Stelle»/ als ob der Anwurf bei„der Abnahme von der Mauer zerbrochen wäre/ die abge>„blätterte Farbe und die verstellten Restaurationen/ die„ Vcrfchicdeuheit der Behandlung an angeblich restaurirten Sr-„ten, und an denen/ die antik fein sollten: alles dies zeige„an, daß die Kuust der Täuschung unmöglich höher getrie-„ben werden könne." Ferner: „Ich weiß/ daß im Innern„des «alkaustrags uuter diesem Gemälde von Mengs -ein„Wahrzeichen gelassen ist/ um dasselbe als eine Arbeit seiner„Hand zu bezeichnen. Vor seinem Tode hatte er noch ge»„wissenhaste Vedenklichkeiten über diese verübte aniiauarische„Betrügerei und er emvsahl seiner Schwester Theresia/ ?er„Gattin Marons/ angelegentlich/ ihn als den Verfertigerdieses Gemäldes öffentlich zu nennen."
Dagegen treten diejenigen / welche eine wahrhaste Antik«in dem Gemälde erkenne»/ mit folgenden Gründen auf.
Vei aller Elire/ welche man der Kunst des Mengsnach Verdienst widerfahre» läßt/ scheint es doch unmöglich/daß er ein Gemälde/ wie dieses/ habe hervorbringe» können.Immerhin werde ihm ein großes Vermögen zugestanden/ schö-ne Forme» zu zeichnen: in allen seine» Werke» aber wird fick
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