Druckschrift 
5 (1825)
Entstehung
Seite
448
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448 Geschichte der Kunst.

seinem Vaterlande/ schenkete. i) Eben diese Fabelhatte vor dessen Zeit PolygnotuS zweimal, undan eben dem Orte, zu Delphi, 2) gemalet, und inder Villa Albani findet sich dieselbe in erhobener !Arbeit, die ich in meinen alt en Denkmalen be-kant gemachet habe.

K. 30. Die besten Dichter und Künstler aber,die sich in dieser Zeit berühmt gemachet haben, wa-ren noch von dem Stamme, welcher in dem Grun-de der stolzen Freiheit gepflanzet worden, entspros-sen, und die Sitten des Volks beförderten die lcz-te Feinheit und den auf das Höchste getriebenen Geistin den Werken des WizeS und der Kunst. Men an-der, der Freund des EvikuruS, trat mit den aus-gesuchtesten Worten, mit dem abgemessensten undwohlklingendsten Maße, mit gereinigten Sitten, inAbsicht, zugleich zu belustigen und zu lehrenund zu tadeln, mit einem feinen attischen Salzeauf die Schaubühne, als der erste, dem sich die ko- ,mische Gratie in ihrer lieblichsten Schönheit ge- 'zeiget hat. Die unichäzbaren Stüke, welche unsdie Zeit von mehr als hundert verlorenen Komödiendesselben erhalten hat, könncn uns, in Absicht derunstreitigen Gemeinschaft der Poesie und Kunst, unddes Einflusses der einen aus die andere, ausser demZeugnisse der Scribenten, ein Bild geben auch vonden Schönheiten der Werke der Kunst, welche Axel-lcS und LysippuS in die Gratie einkleideten.

1) I. 36. c. i i. n. 28.

2) pausan. 1. 10. c. 26 — 29.

lIn der Lesche linker Hand.^

S) lNumero 157.)