Druckschrift 
5 (1825)
Entstehung
Seite
23
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7 Buch, 1 Kap.

§. lä. Abgesonderte oder frei stehende Glieder ei-ner Figur wurde»/ wie es sich alleinigen Werken zei-get/ der heutigen Art gemäß/ durch eine Hältniß (xun-telioZ mit der Figur selbst verbunden/ und diesesbemerket man sogar/ wo es nicht nöthig noch üblichscheinen konte / an einem Herkules in dem Gar-ten innerhalb des Palastes Borghesc. An dieserStatue ruhet die Spize seiner Schaam auf derglei-chen Hiiltniß/ welche ein sauber umbergearbeiteteSStäbchen Marmor von der Dike eines dünnen Fe-derkiels ist / und zwischen dem Gliede selbst und denHoden stehen blieben ist. Diesen Herkules kan

nickit vollendet auf uns gekommenen marmornen Denk-malen der alten Kunst gehört auch das seiner Anlagenach vortresliche Basrelief im M u se o Ca »itolino,welches den sizend eingeschlasene» End»mion beinahein Lebensgröße vorstellt / und vermuthlich Bruchstük einesgrößeren Werks ist. Der schöne Körper des Junglingshat die lezte Pflege des Künstlers nicht erhalte»; Kovfund Hände sind noch weniger ausgeführt; der Hund hin-gegen mehr, und dieser kan in seiner Art sür ei» Mei-sterstük gelte». Zoega ^IZnzsirilicvi, t. >. p, 22. sin denDenkmale» unter Numero S6.^I bemerkt, daß auchdas erhodene Werk in der Villa Albaui, aus welchemTheseus vorgestellt ist, wie er in Gegenwart seinerMutter den Stein aufhebt, unter welche»! des VatersSckube uud Schwert verborgen waren, nicht geendigt sei;ebe» so eine große Schal ein eben gedachter Villa, aus-wendig mit dem Herku l es unter Bakch anten her-lich verziert. (Toi-Aa, Lassirilievi, tav. x l— 72.) Meyer,

t) Zum sichert Halt srei stehender Glieder haben die Alte»sehr oft an Figuren von Marmor Stü;en spuni. Iü)stehen lasse», stärker und größer, als die inigen Bild-hauer, ohne Tadel zu befürchte», wagen dürfe». ZumBenviele mag diene» der ruhig stehende Diskobo-loS im vatieanischen Museo; ei» anderer, der berühm-ten Bronze des M » r 0 » »achgeahniter Disk 0 0 l 0 s;«»d eine lang bekleidete Diana in der Antikensamlnng