Druckschrift 
5 (1825)
Entstehung
Seite
19
Einzelbild herunterladen
 

7 Buch/ 1 Kap.

»veissen Marmors sind der parische/ von dc» Grie-chen auch von dem Gebirge Lygdos inder Insel Paros, genant/ >) nnd der pentelische,dessen Plinius keine Meldung thut/^) welcher beiAthen gebrochen wurde; und aus diesem waren zehenFiguren gegen eine aus jenem gearbeitet/ wie dieAnzeigen des PausaniaS darthun können.^) DenUnterschied dieser beiden Arten aber wissen wir nichteigentlich.

§. 11. Es gibt weissen Marmor von kleinen undgroßen Körnern/ das ist: aus seinen und gröberenTheilen zusammengesezet; je seiner das Korn ist/desto vollkommener ist der Marmor; ja/ es findensich Statuen/ deren Marmor aus einer milchigtett

>) palmer. exerc, in suct. Oricc. a<I Oio<lor. p. gg.

steht bei Diodor/ nicht Siebelis.

2) clo p. Z2.

Z) 2» Böttigers Andeutungen, S 71, sind dieHauptstellen der Alten über den pentelische» Mar-mor angeführt. Meyer.

Ä Jezo bestimmen die neueren Altertumsforscher bei jedemMonumente, welches sie beschreiben, ob es aus vente-lisch ein, pari schein, l u n ensi sch em, d. h. c agra-risch ein, oder einem andern Marmor bestehe. Wirwollen nicht entscheiden, ob bei solchen Angaben nie-mals ein kleiner Irrtum unterlaufe. Dem Liebhaberantiker Kunst genügt es zu wissen, daß der für pen-telifch gehaltene Marmor bei milder Weiffc einzartes Kor» hat, und etwas blättrig ist, weßhalbihn die Jtaliäner cipolUu» nennen. Der parischehat ebenfalls eine milde Weiffe und glänzendesKor», und ist unter dem allgemeinen Namen man»»Lreco bckaiit. Der carrarische, Von den Alten lu>nensis genant, ist zwar weisser als der pentelischeund parische, aber herberen Ansehens und auch wohlspröder, unter diesen Hauptarten gibt es jedoch wie-der verschiedene Spielarten, welche die Bestimmung osterschweren und zwciftlhast machen. Meyer.