Freundschaftliche
te ich es durch den Pagliarini, und sage Ih-nen nochmals verbindlichsten Dank. Vielleicht ge-linget es mir/ Ihnen ein Geschenk mit den hereu-lanischen Gemälden zu machen; wenigstens wer-de ich mir dieselben ausbitten/ wen ich dem Ta-nne ci mein Werk zuschiken kaii. Ich hoffe/ essollte gegen Ostern fertig werden. Jzo habe ich esso weit gebracht, daß ich eine väterliche Liebe gegendasselbe bei mir merke/ wie gegen einen woblgera-tbenen Solin / wie Sie sind. Sie werden in dem-selben durch Hülfe seltener Denkmale Stellen desHomerus/ des Sovho kl es, des PausaniaSund anderer Scribenteii erkläret sinden, die bishernicht verstanden sind/ auch nicht verstanden werdenkönnen. Der Preis desselben wird vermuthlich an2 Zeechini sein. Ti>- Vorlesung desselben ist dieangenehmste Beschäftigung meincS Herrn in unsererVilleggiatura gewesen. Seut' gehet derselbe nach Romzurük und ich bleibe allein zurük/ um hier den gan-zen Sommer bis zum Oetober zu bleiben.
Von dem Maler in Berlin / von welchem SieNachricht verlangen/ weiß ich nichts; ich stelle miraber nicht- Besonderes vor. Von dem dortigen bestenMiniaturmaler habe ich in Florenz deS Königs Por-trät gesehen/ welches seyr schlecht gearbeitet war;und ich kenne diesen Man von Dresden her: er heißtTim born. In einem Lande wie Svarta könnendie Künste nicht Wurzel fassen/ und sie werden ge-xflanzet ausarten.
Mein Versuch ei ner Alleg o rie für K ii nst-ier ist auf guten Wegen und kan vielleicht künfti-gen Winter zum Druke fertig sein; die Zuschrift istHerrn Mengs zugedacht.
Künftig ein Mehrere?. Gruß und Kuß an HerrnFüeßly/ Geßner und an Ihren Herrn Bruder.Ich ersterbe