Druckschrift 
10 (1825)
Entstehung
Seite
634
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Freundschaftliche

und habe um einige nach Engeland geschrieben; an-dere erwarte ich aus Deutschland.

Von Berlin habe ich keine Nachricht. Meinenherzlichen Gruß an Herrn Füeßly und Herrn Gcsi-ne r.

Ich bin?c.

An R i e d e s e l.

l?!ach Venedig,Z

Rom, den 22 Mai l76Z.

Äie Flüchtigkeit des Frühlings unserer Jahre hatmir wie Ihnen manche betrübte Betrachtung verur-sachet/ sonderlich/ da mir keine billige Proportionunter den verschiedenen Altern des Lebens zu seinscheinet. Die schöne Jugend ist mehrentheilS/ wieder heurige Frühling/ kaum zu merken. Hierzu fan-den die Morgenländer in unserm Geschlechte durchdie Verschneidung ein Mittel, und vielleicht hattedie Beschneidung der jungen Mädchen bei ihnen ebendie Wirkung. Digby/l) ein Engeländer/ hat ein

t) Das Bück, das Winckelmaii liier meint, muß fleissigsein gelesen worden, da man eS so os: ausgelegt hat.

ellition r«.vue, cori-i^ec et silßmi'ntee 6'ui»Volum«, I-> >71?. in g. Der Verfasser des

Buchs, der 16S5 starb, war ein englischer Ritter, Ke>n e l in u s Di g b y, der sich sehr der Medicin und Chemiewidmete, und einige Zeit zu Mvntvellier lebte. SeinVater war der bekante Everbard Digb», der wegender Pulververschwörung mit enthauptet wurde. Daß«d » r f.