Druckschrift 
10 (1825)
Entstehung
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Freundschaftliche

banden. Seiner Zeichnung fehlet eine strenge Nich-tigkeit der Allen, und sein Colorit ist nicht reif ge-nug. ES ist ein rubc ns'sch crPinscl:abcri>esseii Zeich-nung ist viel edler. ES ist ein Man, der einen gro-ßen fertigen Verstand bat, und, so viel man ausserItalien wissen kan, weiß. Donner hat Italiennicht gesellen, so viel weiß ich.

Sie versprechen sich zu viel, mein Freund, vonmir in Engeland, für Ihren Herrn Sohn: ich binWenigen bekant, und vermeide diese inhosvitale Na-tion, wo ich kan. Ich werde aber allezeit ein gro-ßes Vergnügen haben, wen der Sohn meines würdig-sten Freundes sich mit mir unterhalten will. Viel-leicht findet er in Engeland einen Freund von unsbeiden, welcher ihm statt aller sein würde. ES istsehr glaublich, daß Herr MengS nach Engelandgehen wird, wohin ihn vier von den reichsten Her-ren rufen. Ich will aber in dieses Geheimniß nichtweiter forschen, weil man mir Schuld gibt- ich hätteihm, durch eine unzeitige Nachricht bei dem hiesigenspanischen Minister, Verdruß zugezogen. Ich boreauch, daß seine Frau auf der Nükreise nach Rom sei.Von ihm selbst habe ich seit langer Zeit keine Nachrichterhalten.

Die Menge von Briefen, welche ich zu schreibenhabe, nöthigt mich, abzubrechen. Ich bin, wie ichbeständig sein werde:c.

An R i c d e s < l.

lNach Venedig. 1

Rom, den ? Avril t7«Z.Ach habe geglaubet, Ihnen, und dem Herrn Ra-

t) lDieser Heinrich Füeßl» , wclcker nach Enqland reis-te , wurde Director der Malerakademie daselbst, und istdieses Jahr zu London in einem hohen Alter gestorben.)