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Freundschaftliche
Machc» Sie dem Herrn Professor Sülzer meinegehorsamste Empfehlung/ für die überschwenglich gü-tige Meinung von mir und Neigung gegen mich/ fürwelche ich ihm niemals werde meine Erkentlichkeitbezeigen tonnen. Der König weiß von mir/ weiler zu Anfang der Zun'.stungen des Congresses zu Augs-burg das st o sch i fch e Kabinet kaufen wollte/ welchesauch demselben zugedacht scheinet.
WaS das vorgegebene Gemälde des RavbaelSbetrift/ so ist mir nicht bekaut/ daß er diesen Ge-genstand anderwärts als »eile Vülicnnc»vorgestellet habe. Mengs hat den Loth anch nie-mals gemalet.^) Es wird ein Rap h a e l fei»/ wiederjenige/ welchen GozkofSky/ der Mäkler des Kö-nigs / in Rom erhandeln ließ/ welches eine schänd-liche Betrügerei ist: der Händler könte auch mit Ver-sprechung von 100 Seudi kein Zeugniß/ nicht ein-mal vom Notairc erhalte»/ daß eS ein Naphael fei.Dieser Handel ist mir völlig bekant. Ein San Gi-rolamo, halbe Figur/ welche bald hernach nebst zwerandern Stükcn durch eben denselben Gozkofskyhier erhandelt wurde/ ist eine abscheuliche Copic.Die Fürsten wollen und müßen also betrogen werden.Der Kopf deS Loth kaii nimmermehr schon genugcolorirt sein für den Naphael. Wir urtheilen in
t) Sul.er hatte ihm seine Hochachtung und s>?!n Vertan,gen, ihn bald wieder aus Italien jurükjuft'lx-n, in denverbindlichsten Ausdrüke» bezeugen lassen, »lad sich überdie Gesinnungen erkundiget, die er haben mochte, wenihm Von dem berlinischen Hose Anträge geschähen, Al-lein diese »nterbliebe», weil der Hos damals mit Auge«legenheiten beschäftigt war, welche die Sorgen siir dieKünste des Friedens verdrängen. Usteri.
2) Diese Anmerkung betrift das Blatt, welches Preußlernach Le Sueur gestochen, welches Loth mit seinenzwei Töchtern in der Höhle vorstellet, und wovondas Original sür Rnphaels Arbeit gehalten wurde.Uster i.