Druckschrift 
10 (1825)
Entstehung
Seite
50
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L0 Freundschaftliche

Arbeit/ wovon ich beträchtliche Stüke auf meineKosten mitbringen will/ Rechnung abzulegen.

Vierzehen Tage bei dir in Eisenach werde» mir»ingenehmer sein/ als vier Wochen hier.

Nun höre: ich wollte den Herrn nicht gerne hin-tergehen, da er doch hinter die Wahrheit kommenwürde/ sollte es auch durch den Nuntium selbst ge<schehen/ den er kent.

ES würde dir aber ein schwerer Vortrag sein,ihm die Sache/ wie sie ist, zu eröfnen.

Ich bin daher auf die Gedanken gekommen, ihmmeine Meinung indirekte selbst zu eröfnen, weil ichnicht glaube/ daß er Geduld hätte/ es alles zu höre»/oder ausser seiner Fassung kommen möchte.

In dem andern Briefe habe ich meine Meinung,wie es mir um's Herze ist/ geschrieben; worinalles, auch die künftigen Absichten / weil man nichlweiß/ wie eS gelingen möchte/ wahr sind.

Wen ich nun vorher des Herrn Nuutii völligeErklärung geboret/ und wegen der Bestallung undReisegelder Richtigkeit sehe, welches ich dir umständ-lich melden werde, alsden solltest du dein Herrn Gra-ven ganz weitläuftig eine Erösnung davon mache», ^und ihm/ um dich zu debarrassire«/ deinen Brief zei-gen/ damit er die Sache in Ruhe und Fassung über-denken könne. Ich habe ihn auf's heutige Darumeingerichtet, und du töntest sage», daß du denselbenschon um diese Zeit bekommen, aber noch bei dir an> >gestanden, sihn^I zu eröfnen.

Überlege alle Worte in demselben/ und was dnAnstößiges stndest/ das schreibe mir. Dieser Brief-wechsel/ welcher stark gehen dürfte/ soll auf meineKosten geschehen. Bezahle du keinen Brief. Esisimeine Sache/ und wen ich dich nicht hätte, ichwüßte nicht, wie ich mir rathen sollte. Mit keinerSeele kan ich es überlegen.