Druckschrift 
10 (1825)
Entstehung
Seite
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Briefe.

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Schreiben erkalte». Machen Sie bei GelegenheitM Herrn Doctor Udcn und der Frau Doctorinmeine gehorsamste Empfehlung, und einen Gruß analle Freunde, sonderlich an Herrn Naßbach undFulß. Zch wünschete nur eine 2» Meilen näher zusein: ich bin gar zu weit entfernt von allen mei-nen guten Freunden, welches mir um so viel pein-licher ist, da ich gewiß den Umgang mit Freunden„ach meinem Herzen höher als Ehre und Glük schäz-le. Die Briefe gehen am besten hierher über Wit-tenberg.

All Uden.

lNach Stendal.Z

Netheniz, de» 2 März, j/52.

Liebster Freund und Bruder!

Acin Schreiben ist mir kaum so angenehm gewe-sen, als die Entschuldigung deines' Stillschweigens.Lch danke Gott mit dir, der dich in deinem Briefesegnet, er wird dir auch Kräfte verleihen. Wen einjunger Sohn der Hygiea, der »eben seiner Wis-senschaft sehr viel Redlichkeit besizet, heut zu Tage,und an einem Ort, als mein liebes Vaterland ist,empor komt, das will viel sagen. Gott erhalte dichin deinem jezigen Lauf deiner Sachen, ich will ger-ne zufrieden sein, wen du auch nur zwei Zeilenschreibest. Ich bedaure nichts, als daß ich so ent-fernt von dir bin. An meine Beförderung dniktkein Mensch, und ich kaum selbst. „Die Gelehrsam-keit (sagt jener) ist ein Ding, das die Leute unem-pfindlich machet." Dieses trift auch bei unserm HerrnStatthalter ein Ich denke zuweilen indessen aufetwas anderes, und weil ich glaube, daß ich schwer-