Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
Seite
556
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L56 Geschnittene Steine.

welche Thetis mit ihrem Sohne im Stvr Vornahm, u«,alles Sterbliche, das er von seinem Vater hatte, zu vertilM.Die Göttin sizt und hält in der Hand einen Kessel mit i>i>dendem Wasser; Peleus, der herbeigekommen und es verhin,der» will, kniet zur Seite des Kessels gebeugt, eine grvßtTasse in der Hand; ihm gegenüber ist die Amme, in dcrmArme sich das Kind Achilles wirst, und zu der PeleuSredet, was die ThetlS verwirrt niacht, l) Ein runder Tischvon Marmor, ehemals in der Kirche Araceli zu Rom, Mnun im Caoitolio, enthält am Rande die Geschichte desAchil,l e s, und darin auch ungefähr diesen Gegenstand. 21 Tlietijsizt daselbst aus dem Nette, und die Amme bringt das Kindin ein Gesäß, um es zu wascheu. Es ist wahr, daß es A«>toren gibt, welche sagen, daß Thetis den A ch i l l e s, Haltdes Untertauchens, in das Feuer gebracht und mit Nräntrnzuqedekt habe; Z) allein unser Künstler ist der ilberlieiermizvom siedenden Wasser gesolgt. Der nämliche Inhalt aus li,uem Marmor in dem Weinberg des Cardinals Albani, ebc>mals im Palast- Massi'ni.

2V9. Antike Paste. Der Centaur Chiron, alisdem Kreuze den jungen Achilles tragend, der sich mir dirLinken an dessen Halse hält, und mit der Rechten etwas juwerfen scheint. Cbiron führte Achilles zur Jagd an,4>und die Vorstellung unserer Paste ist ohne Zweisel die Übungim Wersen der Lanze. Ebenso auf andern Steinen. Z)

2t0. Sardonur. Chiron lehrt dem Achilles do§Leuerspiel, ähnlich einem Sardonnr zu Florenz, 6) und derberühmten Malerei im Herculano. 7) Aus unserem Steineträgt Chiron die Löwenhaut, wovon ihm eine Brazze üb»den Bauch hängt. Die Griechen lehrten ihre Kinder daSLeverspiel, sobald sie lesen konten. 8)

>) Oonk. ^ppollun. Klio6. I. 4.

2) k'slirvtti. »<I Iliac. p. Z25.

Scliol. »<I. 1^. II.

4) Ltatii ,^c>>iN. I.4. v. 404. pliilostrst. Iniag. >.2. 2.

3) pJrt. 2. n. ü 16.

6) »Ins. k'Iorent. t. 2. z?. >1.2.

7) pitlure (IDrcol. tav. g.

ö) L^anlieiu. ail IVuli. v. göz et 1Z60.