366
Geschnittene Steine.
dung, die Haare fliegend lind einen Dolch in der Hand. Dir ^erste Gedanke, welcher bei Ansicht dieser Figur entsteht, ist,sie ttir eins Furie zu halten. Man stellte die Furien, >wie diese hier, schrekbar vor, und mit einen, Gewände, da» iihnen bis auf die Fuße ging; allein bisher hat mau dieleGöttin?» noch nie mit einem Dolche in der Haud gesunde»;sondern auf zwei hetrurischeu Urnen l) und auf Münzen Z) !halten sie Fakeln N a ni er klagt daher umsonst, daß wirkeine einzige antike Figur einer Furie besizen.3) Plutiwchus anerkante nnr eine Furie. 4)
Ich aetraue mir nicht, die Figur aus dem Steine gera,dezu eine Furie zu nennen, und doch weiß ich keinen N»wen, der ihr besser zukäme; 5) den obwohl Hekate eine»Dolch in der Hand trägt, wie man unter andcui an einirkleinen Illecsle li'Is»rmi5 von Erzt im Capitolio sieht, so ist !sie doch immer als Göttin vorgestellt, die Stirn mit einemDiadema geziert und stets ohne fliegende Haare.
357. Antike Paste. Eine der Pareen, oberhalides Gürtels nakt und an eine Säule gelehnt; in der Reibttnhält sie die Kunkel, mir der Linken die Svindel und dreht de»Fade». In der Galerie des Palastes Narberini befind!!sich ein antikes Gemälde, das eine Alte vorstellt, die holendsizt und am Roken spint. Mau hält sie ebenfalls für ei»!P a r c e.
» Z5S. Carueol. La ch e si s , eine der P ar ceu, sglauf einer komischen Maske, vor ihr eine tragische Maske imProfil. Sie spint am Roken das Schiksal des Menschen mthinter ihr ist noch ein Eviiiroken. Banier beklagt gleibfalls, 6) daß uns keine Figur der Parcen übrig geblielmi Ifei; aber auch hier mit Unrecht, deii die Figur einer Pari!auf einer berühmten Urne im Capitolio ist nicht zweifelhaft.?!
1) Ocmxst. lzl,. g?. Ooi! I^lrusc. tsli.
2) Lcguin. nui». selcct. p. ^Lo.
3) ^lem. äe I'^cacl. <Ics Inscript. t. 5. I>. 4g.
Oe ssra NUIU vinclicla. x. 2Z4. Ne!s^. Di»k>
male Num. tZl.Z
6) sJst es nicht etwa Medea
6) Oissert. sur les p->r<zuez Zi.
7) Lartoli 1ül>. 66. liA. 2.