Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
Seite
319
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1 Kl. 4 Abth.

schncider darin bestand/ ganz bekleidete und sich immer gleicheFiguren zu verfertigen , so machten sie auch in der Draperienichts als Falten, die fast ga»; parallel und in gleicher Rich-tung herablaufen. Eine zweite Ursache des geringe» Fort,,'chnttes der Kunst in Persien war, daß ihre Religion ihnenverbot/ die Götter unrer menschlicher Gestalt abzubilden; i)bckantlich ist es gerade die entgegcngefczte Gewohnheit, welchedie Kunst bei den Griechen zu einen, so hohen Grad der Voll-kommenheit gehoben hat. übrigens haben sich einigeAntiquare in Hinsicht ans den Werth persischer Gravürenbei ihren Beschreibungen geirrt: da sie nicht mehrere untcreinander vergleichen koilten, so haben sie selbe ost mit griechi-schen Arbeiten verwechselt; auch begegnete ihnen dieses, weilsie die Manier und Zeichnung dieser Nation nicht genug kan-ten. Unter den Gemmen in der Samlung von Wilde, hatman geglaubt, auf einem Stein die Fabel vom Aristeas2Zi» finden, und aus der andern hat man aus dem persischenKönig oder Priester einen part bischen gemacht.?)

1ZS. Carneol. Ein persischer Priester, mir einen«unbekaüten Instrumente auf der Schulter.

12?. Carneol. Ein Man, einem Palmbaum gegen-über stehend.

lZV. Chalcedon; ein Chlinder, der Länge seinerAxe »ach durchbohrt. Ein Stier von sehr schöner Gravüre.

IZj. Sardon»r; einSigcl, in der Mitte gleichfallsdurchbohrt. Ein Pferd.

jZ2. S ar dv n yx; ein Sigel, in der Mitte durchbohrt.Ein Falke, der einen Hafen faßt.

IZZ, Glaspaste. Zwei unbekante Thiere.

Die Stelle im Achniet sagt, wen jemand träume,daß er sich zum Waschen entblöße, so stehe im nach derMeinung der Perser und Ägypter ein kleiner Verdrußbevor, der sich nach der Länge der Zeit richte, wo es ihmvorkam, als wüsche er sich. S ch l i ch t e g ro l l.

>) Ilcroclvt. I. I. o. >z>. f G. d. K. 2 B. ZK. 17§.Note.)

2) Wristäus, Apollos Soh» und ?iktäo,'>§ Vatcr.1

3? lG. d. K. 2 B, S K, ! l 5-1