Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
Seite
290
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Geschnittene Steine.

römische Thränengefäke übrig, aus denen zuweile» ein undauch zwei Auge» eingegraben sind. Fulvi? Orsini hateinige dieser Altertümer zeichnen lassen; und diese Zeichnun-gen finden sich in der vaticanischen Bibliothek, t)

2. Lapis Lazuli, als Kiffer geformt. EinAuge mit Augcnbrauncn; unter dem sich ein Flügel desjeni,gen Vogels befindet, der a>>» /Vuini-i/ca hieß, und ein Arm,der aus dem Umfang des Augeö hervorgeht. ÄZir sahen soeben, was das Auge bei den Ägyptern bedeutet u»d Cle-mens von Alerandria lehrt uns, der Flügel zeige dieGeschwindigkeit und Geistesgegenwart an; 21 die Hand kalialsdaii hier den Actus bezeichnen, die aus der Verrichtungdes Geistes, wie die Wirkung aus der Ursache) entstellt.Kircher spricht von einer Mumie, 3) auf der sich eben einsolches Auge gemalt findet, wie das auf unsrer Gemme;auch auf dem Obelisk Barberini befindet sich ein Auge mitAugenbraunen. übrigens ist in all diesem keine Ähnlichkeitinit dem vorgeblichen ocu/a/1,5, den Ki rch er it

und nach ihm Shaw erwähnen; und wen gleich Pigno-rius, 5) um eben diese Meinung Zu »nterstüzen, eine Gem-me ansührt, die er nicht gesehen hat, so ist doch sicher derAnblik dieses Steins, und die Vergleickiung desselben mit mel>-rern Monumenten, Von einem größern Gewicht, als deSPignorius ganze Gelehrsamkeit. Die Augenbraunen, dieauf unserm Steine die nämliche Beugung und Gestalt ha-ben, wie i» der Natur, sind bei dem Pignorius i»eine gerade Linie verwandelt, und da, wo er die Form vonHoden wahrzunehmen glaubt, sieht man auf unserm Steinedeutlich einen langen Flügel, der viel zu besinnt ausgedrilltist, als daß man sich darüber irren köiite. übrigens ist ei

Z) Das Auge auf römischen Tbräiiengefäsjcn hat mit jenerägyptischen Hieroglyphe nichts gemein; den es sollte d,iiAuge des Verwandten bezeichnen, der hierin seine Tho-nen gesammelt. Schlichtegroll.

2) Ltrom. l. 6. p. 663.

3) OLclip. t. 3.

4) Il-icl. t. 2. x. >65.

b) Izi»L. p. 3>32.