Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
Seite
284
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Vorrede.

Jupiter auf einer Münze des Kaisers Valerianj) be,deuten soll, gegen den sich eine Schlange auflehnt, die derGott eben mit dem Blize scheint zerschmettern zu wollen; wenanders Bartoli, der diese Münze gezeichnet hat, nicht etwaeinen Stein für einen Bliz ansah; den bei einer ähnlichenFigur, die den Kadmus aus den Münzen der Kaiser Gor,dian III. und Hosiilians 2) vorstellt, sieht iiian sicher ei-nen Stein. Und wie will man eine liegende Menschenfigur,die den Arm eines Menschen verzehrt, in der Galerie Bar,berini, erklären?

Eben so seltene und ungewöhnliche Dinge kommen inAbsicht aus Sitten und Gebräuche vor. So sieht man einenNing um das Bein einer nakten Statue, aus welcher derRestaurator einen Gladiator gemacht hat. Wen die Lage die-ser Statue, die gerade ausgestrekt und in Ruhe liegend ist,es verstattete, so könte man sie sür eine» Prometheusnehmen, den man mir einem Ring um den Schenkel vor,stellte, durch welchen er an den Kaukasus angeschmiedet war. Z)Man weiß, daß die Frauen Zieraten um die Füße trugen, sowie Bänder um die Arme; aber dergleichen Sckmiuk wirdnicht an Männern erwähnt oder gesunden; den man kan dochnicht annehmen, daß hier ein Sklave vorgestellt sei, der Rin-ge trüge, um ihm die Kette an den Fuß legen zu können. 4)Vielleicht ist es die Statue eines verwundeten Kriegers, derden Verband trägt, wie ihn der verwundete PomveiuiMagnus trug, als der Stoiker Favorinus ihm sagte:>> Das Diadema bleibt immer Diadema: gleichviel wo man eS trägt. »

Man verzeihe dem Verfasser diese Abschweifung, wegender darin enthaltenen fvecielien Bemerkungen: jeder fncht zurVertheidigung seiner Sache so viel er kan anzuführen.

Run habe ich zweitens das ainuzeigen, was mir bei Ab-fassung der Beschreibung entgaugen ist, und was über einigeVon meinen Erklärungen mehr Licht verbreiten kan. 5)

») >Iaverc»mp. num. I^eg. l!Iir!üt. tsl>. 3?. n. 24.

2) V.iillunt. nuni. t!ul. t. 2. p. 217. g. et x 2gg.

Z) ?Iin. I. ZZ. 1. scct. 4.^

4) <üonf. Llllma«. in IV'rtuII. <Ie pallio, p

5) LDiese Correctionen und weiter» Bemerkungen, die der