Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
Seite
254
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Versuch

§.399. Eine g l iikli ch e Hei rath könte in derFigur der Vermählten vorgestellet werde»/ welcheder Fori,»»!« mulielzri, die sizet und mit dein linkenArme ein Horn des Überflusses hält / und mit derHand einen Stab auf eine Kugel sezet/ einen Kran;aufsezet. Dieses konten allein die neu Vermählte»thun/ und es war Witwen nicht erlaubet.

^ Z.ävo. Die größte Hize tönte durch ein Heu-pferd auf einem Baume angegeben werde»/ weildiese Thiere ^sich alsdan hören lassen/ und Nilan-de r saget: dieZeit, ehe die H euvferde schrei-en/ i) uni die Zeit vor der Hize anzugeben.

§. äo^l. DaS neu eJahr könte ei» großer Na-gel bedeute»/ welchen eine Figur an einem Tempel,einschlägt. Dieser Nagel/ ««««/-- genant,

wurde in Rom zu Anfang eines jeden Jahres vondem Prätor eingeschlagen/ und war die römischeZeitrechnung/ da man noch nicht zu schreiben ver-stand. Diese Gewohnheit wurde hernach aus Ver-ehrung des Altertums beibehalten.

§. 402. Aus dem/was der ältere S cal ig e r aneinem Orte saget/2) könte das Zeichen der Jung-ferschaft bildlich gcmachet werden. Die Verlor-ne Jungferschaft wäre durch folgendes Bildsittlich zu machen. Zu Lanuvium in Latium war ei-ne Gewohnheit/ daß alle Jahre ein junges Mädchenmit verbundenen Augen einer Schlange auf einerSchale einen Kuchen reichen mußte/ welchen dieSchlange nicht annahm/ wen das Mädchen nichtmehr Jungfer war/ «nd alsdan macheten sich dieAmeisen an den Küche». Hier könte auch einGedanke ans den griechischen Scribenten vom Aker-

, i) v. 360.

2) iÜoninient. in Inst, animal. I. i. zi. i3i.

Z) I.4. 3. v. Z4.