einer Allegone. 195
,ie geheime Deutung in dcn Stäben finden will/die in den Reifen der Säulen bis auf das Mittelderselben hinauf gehen;!) dergleichen Träume über-gehe ich. Man sieht vielmehr/ daß da/ wo Allego-rien anzubringen waren/ öfters keine gesuchet wor-den: den waS hat ein Kind / welches vor einem Lö-wen erschrikt/ an der Friese eines Tempels oder>Pa-lasteS zu bedeuten? ?)
Z. 276. Von allegorischen Gebäuden ist derTempel der Tugend und berühre im alten Rombckant: man mußte durch dcn ersten gehen, um inden zweiten zu gelangen.^) In dem marathonischenGefilde/ ohnweit Athen, wurde der Gott Pan ineiner Höhle verehret/ die von Steinen aufgeführetwar/ welche in Gestalt von Ziegen gehauen wa-ren.^)
>) k'ol. 20. a.
2) (üuunln'.iv c. 26.
Z) in Marcel!» c. 28^
/,) pattzan. I. >. sc. Z2. i»
Unter die allegorischen Gebäude der Alten mag auchder Thurm der Winde zu Athen gerechnet werden/weil er achtseitig, und diese acht Seiten genau nach derRichtung der Winde, deren Bilder in erhobener Arbeitdaraus zu sehen sind, gekehrt stehen; obgleich man auchsagen kau, daß diese Form und Richtung zu dem ZwekdeS Gebäudes, um die Gegend der Winde anzuzeigen,nothwendig war. Vom Pantheon zu Rom wollenViele behaupten, seine runde Form und sein Gewölbe seiaus das Weltall und Himmelsgewölbe, als Behausungder Götter, anspielend, und so wäre den dieser Tempelebenfalls unter die allegorischen Gebäude zu zählen; der-gleichen sind serner alle die unzähligen Kirchen, derenGrundriß die Gestalt eines Kreuzes hat, des großenmystischen Zeichens des christlichen Glaubens, Mever.